​Der ​FC Barcelona hat am Wochenende in der Liga erstmals Punkte liegen lassen und kam gegen den katalanischen Konkurrenten FC Girona vor heimischem Publikum nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Neben dem überraschenden Ergebnis und Punktverlust der "Blaugraua" sorgte jedoch vor allem der höchst umstrittene Platzverweis von Innenverteidiger Clement Lenglet für Diskussionen.


Der französische Abwehrspieler, der im Sommer ​für rund 36 Millionen Euro vom FC Sevilla zu den Katalanen gewechselt war, stand am Sonntag erstmals nach dem 2:1-Erfolg in der Supacopa am 12. August gegen seinen Ex-Klub wieder in der Startelf des FC Barcelona. Nach einem höchst umstrittenen und fragwürdigen Platzverweis von Schiedsrichter Gil Manzano endete sein Arbeitstag allerdings bereits nach rund 35 Spielminuten und vermasselte so seine Startelf-Rückkehr.


Lenglet hatte in einem gewonnenen Zweikampf mit Gegenspieler Pere Pons zunächst eigentlich denn Ball erobert und nach einem Foulspiel des Gegners auch noch einen Freistoß zugesprochen bekommen. Da der Franzose in seiner Bewegung nach der Balleroberung aber den Ellenbogen augenscheinlich unabsichtlich ausfuhr und Pere Pons im Gesicht traf, meldete sich der Videoschiedsrichter bei Hauptspielleiter Gil Manzano. Der Spanier sah sich die Bilder in der Folge am Spielfeldrand auf dem Monitor an und entschied schließlich zur Verwunderung aller auf Tätlichkeit und zeigte dem Barça-Mann die Rote Karte. 

FC Barcelona v Girona - La Liga Santander

Verwunderte Gesichter: Barca-Star Sergio Busquets (r.) und Übeltäter Clement Lenglet (2. v. l.)


Auch nach Abpfiff der Partie geriet das Ergebnis ein wenig in den Hintergrund - zu groß war die Thematik rund um die fragwürdige Schiedsrichterentscheidung. "Ich war schon immer ein Unterstützer des Videoschiedsrichters, aber es wäre gut, wenn er richtig eingesetzt würde bei Abseits, Roten Karten oder Elfmetern", so der defensive Mittelfeldspieler Sergio Busquets  gegenüber Movistar


Auch Barca-Coach Ernesto Valverde pflichtete der Aussage seines Abräumers bei und wünschte sich, dass der Videoreferee in Zukunft gerechter wird. Für seinen Platzverweis dürfte Lenglet aller Voraussicht nach zwei bis drei Spiele gesperrt werden, die Entscheidung diesbezüglich steht bislang noch aus.