AUGSBURG, GERMANY - SEPTEMBER 22: Head coach Florian Kohfeldt of Bremen looks on prior to the Bundesliga match between FC Augsburg and SV Werder Bremen at WWK-Arena on September 22, 2018 in Augsburg, Germany. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images)

Pressekonferenz vor Hertha BSC: Kohfeldt warnt vor flexiblen Berlinern

Am Dienstagabend empfängt der SV Werder Bremen zu Hause Hertha BSC. Auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen die formstarken Hauptstädter sprach Trainer Florian Kohfeldt über die Qualitäten des Gegners und gab Hinweise darauf, wie die Werderaner den ersten Heimsieg holen wollen.

1. Kohfeldt erwartet schweres Spiel

Hertha BSC ist in dieser Saison noch ungeschlagen und daher erwartet Florian Kohfeldt ein intensives Spiel. "Es kommt eine sehr starke Mannschaft auf uns zu. Zum jetzigen Zeitpunkt der Saison würde ich nicht von einem Spitzenspiel sprechen. Hertha hat sehr spielstarke Spieler in seinen Reihen und spielt sehr clever", so der Cheftrainer

2. Kohfeldt lobt die Entwicklung der Herthaner

Spätestens beim 4:2-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach haben die Berliner gezeigt, dass sie sich auch spielerisch verbessert haben. Auch Kohfeldt ist diese Entwicklung nicht entgangen. "Sie sind variabler geworden, beherrschen mehrere Systeme und sind auch in den einzelnen Positionen flexibler geworden. Dazu schnelle Flügelspieler und mit Ibisevic einen erfahrenen Wandspieler", so der 35-Jährige. Die Ansprüche des Gegners seien daher im Vergleich zur Vorsaison gewachsen.

3. Personalsituation bei Werder

Der Trainer erklärte, dass es aus medizinischer Sicht "zum Glück" keinen Anlass für Wechsel gebe. Dennoch kündigte der Fußballlehrer an, dass es zu Veränderungen kommen kann. "Wir  haben die Möglichkeit, zwar das gleiche System zu spielen, aber diesem mit unterschiedlichen Spielertypen eine andere Prägung zu geben", so Kohfeldt. Sebastian Langkamp werde Teil des Kaders sein und auch bei Yuya Osako sehe es gut aus.

4. Langkamp über seinen Ex-Klub

Auch Defensivspieler Sebastian Langkamp stellte sich den Fragen der Presse. Der 30-Jährige war im Januar von der Hertha an die Weser gewechselt und lobte die Arbeit von Hertha-Coach Pal Dardai. Viele geheimen Infos könne er aber nicht mehr liefern. "Unsere Spielanalyse ist so gut, dass unsere Mannschaft optimal vorbereitet ist. Da kann ich zusätzlich nicht mehr viel wichtiges verraten", so der Abwehrspieler.

5. Kohfeldt über die Sechserposition

Zuletzt hatte Philipp Bargfrede im Duell mit Neuzugang Nuri Sahin die Nase vorn. Auch beim Spiel gegen die Berliner könnte Bagfrede problemlos in der Startelf stehen, schließlich sei der Defensivspezialist nach Ansicht seines Trainers in der Lage, "die Intensität der englischen Woche durchzuspielen". Aber auch Sahin sei wichtig für die Mannschaft. "Er kennt sein Standing und wird dieses auch bei Einsätzen zeigen können", so der Cheftrainer.

6. Kohfeldt über die Spielweise bei Heimspielen

In den ersten beiden Heimspielen kamen die Bremer nicht über ein Remis heraus. Auswärts hingege konnte das Team bereits zwei Siege einfahren. Der Trainer sieht dies darin begründet, dass man auswärts "mehr Räume" bekomme, als in den Heimspielen wo die Gegner "etwas tiefer stehen". Gegen die Hertha gelte es daher auch mit mehr Ballbesitz die tiefen Räume zu finden.

7. Herangehensweise gegen die Berliner

Koheldt geht nicht davon aus, dass die Berliner über 90 Minuten lang hoch pressen werden. Vielmehr komme das Team von Pal Dardai "über einzelne Aktionen in das Pressing". Daher erwartet der Trainer einen dominanten Auftritt seiner Mannschaft. "Ein Spiel über 90 Minuten zu dominieren ist extrem schwer. Es ist unser Ziel, das zu schaffen. Dabei müssen wir die Struktur auch dann behalten, wenn das Spiel freier wird", so der junge Cheftrainer. In der Defensive müsse man zudem die Bereitschaft an den Tag legen, "über 90 Minuten den Weg in die Verteidigung zu gehen".