​Der Darwin-Award kürt nach jedem Spieltag die kuriosesten Fehltritte der Bundesligastars und Schiedsrichter. Nach dem 4. Spieltag hat sich auch Franco di Santo vom ​FC Schalke 04 die (nicht all zu begehrte) Auszeichnung redlich verdient. Der Argentinier sorgte mit seinem Emotionsausbruch bei seiner Auswechslung gegen den FC Bayern für Aufsehen und wurde im Anschluss von seinen Vorgesetzten für den Aussetzer gerüffelt.


Was war passiert: Beim Spiel der weiterhin sieg- und punktlosen Schalker gegen den Rekordmeister und Tabellenführer aus München wurde der Angreifer nach einer schwachen Leistung in der 65. Spielminute von seinem Trainer Domenico Tedesco ausgewechselt. Der ehemalige Bremer zeigte sich mit seiner Herausnehme allerdings alles andere als einverstanden, gestikulierte nach seinem Abgang wild und lieferte sich im Anschluss sogar ein lautstarkes Wortgefecht mit Coach Tedesco, dem das Verhalten seines Stürmers offensichtlich deutlich missfiel. 


Auch wenn sich ​Di Santo im Nachhinein einsichtig zeigte und sich noch am gleichen Abend der 0:2-Niederlage via Social Media auf Twitter bei seinen Mitspielern und seinem Trainer entschuldige, wird er wohl für seine Aktion bestraft werden. 

Schalke 04 Training Session

Leistete sich den Fehltritt des Wochenendes: Schalke-Star Franco di Santo 


Schalke-Coach Tedesco hatte sich nach Abpfiff bereits enttäuscht gezeigt vom Verhalten des Spielers, den er zuletzt immer wieder gefördert und ihm Einsatzzeit verschafft hatte: "Di Santo war nicht einverstanden mit der Auswechslung, ich schon! Wir reden ihn stark - und dann ist es enttäuschend. Etwas gute Erziehung wäre da nicht so verkehrt." 

Auch Manager Christian Heidel äußerte sich zum jüngsten Vorfall und sagte zum Clinch: "Domenico hat ihm die richtige Antwort gegeben, ich glaube, sie haben auf Spanisch geredet. Wenn er sich nicht benommen hat, wird es intern eine Strafe geben." Eine Strafe ist zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht bekannt - gut möglich aber, dass der Angreifer im kommenden Ligaspiel auswärts gegen den SC Freiburg nicht im Kader der "Knappen" steht.