​Der ​FC Bayern München ist auch in dieser Saison wieder das Nonplusultra in der Bundesliga und steht nach dem jüngsten Sieg gegen den FC Schalke 04 weiter souverän an der Tabellenspitze. Trotz der starken Frühform seiner Mannschaft ist Trainer Niko Kovac nicht vollends zufrieden und hadert mit Franck Ribery, der ihm noch nicht genug Torgefahr ausstrahlt.


Nach dem​ jüngsten 2:0-Triumph der Bayern über Schalke 04 zeigt sich in der Bundesliga das gewohnte Bild. Die Münchener stehen souverän an der Tabellenspitze, die Konkurrenz läuft hinterher. Doch obwohl die Stimmung bei den Bayern nach dem geglückten Saisonstart unter dem neuen Trainer Niko Kovac kaum besser sein könnte, meldet sich dieser jetzt mit Kritik an Frank Ribery zu Wort.

Schalke 04 v Bayern Munchen - German Bundesliga

Wird von seinem Trainer in die Pflicht genommen: Franck Ribery soll torgefährlicher werden


Anlass der Unzufriedenheit des Kroaten ist eine Szene, die sich während der Partie gegen Schalke abspielte: Frank Ribery setzt in der 50. Spielminute zu einem seiner unwiderstehlichen Dribblings an, stößt in die Mitte vor und legt dann mustergültig auf James Rodriguez quer, der den Ball freistehend am leeren Tor vorbeischiebt. In der ersten Halbzeit hatte der Kolumbianer seine Sache noch besser gemacht und die Münchener früh in Führung gebracht


Das Statement des Trainers zu der beschriebenen Szene beinhaltet nicht nur das Unverständnis über die vergebene Großchance, sondern auch leichte Kritik an Vorlagengeber Ribery. "Ich war sauer darüber, dass Franck, der sich selbst immer in so gute Schusspositionen bringt, nicht selbst abschließt", erklärt Kovac gegenüber Sky (via AZ) und führt weiter aus: "Natürlich sieht er immer den Mitspieler, das ehrt ihn, das zeigt seinen Charakter. Aber er muss auch mal ein Tor schießen – und ich glaube, in der Situation hätte er selbst schießen müssen."


Mit seiner Auswechslung in der 84. Minute war der Franzose dann selbst nicht ganz einverstanden und konnte seinen Frust über die Entscheidung seines Trainers, Serge Gnabry für ihn ins Spiel zu bringen nicht vollends verbergen. Kovac wollte dieses Ereignis jedoch nicht überbewerten und hatte am Ende auch noch ein Lob für den mittlerweile 35-jährigen Routinier übrig: "Franck wurde ausgewechselt, weil Serge reingekommen ist. Wir sind eine Mannschaft. Jeder gönnt es dem anderen. Wenn ich alle drin lasse, kommt keiner rein. [...] Franck hat es außergewöhnlich gut gemacht. Da war nichts."