​Borussia Mönchengladbach hat gegen Hertha BSC das erste Mal in dieser Saison ein Spiel verloren und musste sich den Hauptstädtern mit 4:2 geschlagen geben. Neben einer unter dem Strich offensiv zu harmlosen Vorstellung, offenbarte Gladbach gerade auf den defensiven Außenbahnen einige Schwächen. Auch Trainer Hecking hat das Problem erkannt, stellt sich jedoch schützend vor seine Spieler.


Für die "Fohlen" war gegen Berlin tatsächlich nicht viel zu holen. Trotz zweier eigener Treffer war man offensiv insgesamt nicht gefährlich genug und konnte die Hauptstädter so vor nicht allzu viele Probleme stellen. Viel gravierender waren jedoch die Lücken in der Defensive, die letztlich das Schicksal der Gladbacher besiegelten.


Gerade über die Flügel kamen die Herthaner immer wieder zu guten Möglichkeiten und ​konnten die Partie so letztendlich für sich entscheiden. Die beiden Außenverteidiger der Gladbacher, Oscar Wendt und Nico Elvedi machten in der Rückwärtsbewegung selten eine überzeugende Figur und waren häufig den entscheidenden Schritt zu spät. 


​Innenverteidiger Matthias Ginter versuchte im anschließenden Interview mit fohlen-hautnah.de die Partie Revue passieren zu lassen: "Hertha hatte gute Zocker im Mittelfeld und hat es dann auf die Außen verlegt, wo sie sich im Eins-gegen-Eins durchgesetzt haben und entsprechend viele Flanken schlagen konnten", fasste der 24-Jährige das Spiel aus seiner Sicht nochmal zusammen und spielte eindeutig auf den fehlenden Zugriff auf den defensiven Außenbahnen an, schob jedoch auch hinterher, keinem einzelnen seiner Kollegen die Schuld zuschieben zu wollen: "Ich werde keinen öffentlich an den Pranger stellen. Es gehören immer mehrere dazu." 

In dieselbe Kerbe schlug auch Trainer Dieter Hecking, der daran erinnerte, dass Fußball nach wie vor ein Mannschaftssport ist: "Das liegt nicht nur alleine an den Außenverteidigern. Wir müssen die Außenbahnen als Mannschaft besser verteidigen", stellte Hecking klar und nahm damit vor allem Oscar Wendt und Nico Elvedi aus der Schussbahn.


Gladbach hat in den nächsten Tagen dennoch einiges aufzuarbeiten, wie auch Hecking zugibt: "Berlin hat uns heute unsere Probleme aufgezeigt. Das müssen wir analysieren", erklärte der 54-Jährige und Mittelfeldstratege Denis Zakaria fügte in Hinblick auf die kommenden Wochen hinzu: "Wir müssen uns verbessern, denn wir stehen vor einer wichtigen Woche. Jetzt müssen wir gegen Frankfurt eine Reaktion zeigen."