​Das heutige 1:1-Remis zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund war durchaus ereignisreich: neben ansehnlichem Fußball bot das Spiel auch zahlreiche strittige Schiedsrichterentscheidungen und VAR-Aufreger. In den nächsten Tagen wird man aber auch für das Verhalten einiger Gästefans reden.


Wie schon bei vergangenen Partien war TSG-Mäzen Dietmar Hopp am Samstagnachmittag das Ziel von zahlreichen Beleidigungen, die bereits in der Vergangenheit zu ​Strafanzeigen führten. Nun droht noch mehr Ärger für einige BVB-Ultras.


"Persönliche Beleidigungen gehören nicht zur Kultur von Borussia Dortmund", sagte Teammanager Sebastian Kehl laut der Funke Mediengruppe über die Vorfälle. BVB-Kapitän Marco Reus verdeutlichte im ARD-Gespräch, dass es für "persönliche Beleidigungen im Fußball und Leben keinen Platz gibt. Von daher unterstütze ich das nicht."

Hoffenheims Pressesprecher Holger Kliem offenbarte zudem vor dem Beginn der PK nach der Partie, dass im Gästebereich der Wirsol Rhein-Neckar-Arena Toiletten demoliert wurden. Für TSG-Trainer Julian Nagelsmann war all dies im Vorfeld "durchaus wahrscheinlich. Das gehört nicht ins Stadion. Vielleicht sollten sich alle Richtung Fußball bewegen. Viele meinen, im Stadion einen rechtsfreien Raum vorzufinden.


Hans-Joachim Watzke entschuldigt sich


"Ich möchte im Namen von Borussia Dortmund Dietmar Hopp um Entschuldigung bitten. Das ist nicht zu akzeptieren! Ich werde mich in der kommenden Woche auch noch persönlich an Dietmar Hopp wenden und diese Entschuldigung vorbringen", sagte der Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zur Thematik. "Wir haben in dieser Woche, in der sich das Ganze leider immer mehr hochschaukelte, versucht zu deeskalieren und haben mit allen Parteien gesprochen. Leider waren wir dabei nicht erfolgreich. So ein Verhalten entspricht in keinster Weise den Werten des BVB."


Es ist noch unklar, mit welchen weiteren Konsequenzen Borussia Dortmund und einige mitgereiste Anhänger rechnen müssen. Aufgrund der wiederkehrenden Probleme werden die Verantwortlichen jedenfalls wahrscheinlich harte Maßnahmen ergreifen.