Innenverteidiger Gary Cahill hat beim FC Chelsea derzeit unter seinem neuen Trainer Maurizio Sarri einen sehr schweren Stand und kam in dieser Saison noch auf keine Einsätze. Angesichts seiner ziemlich aussichtslosen Situation, denkt der langjährige Stammspieler der 'Blues' nun öffentlich über einen Wechsel nach. 


Seit über acht Jahren steht der 32-Jährige nun schon bei dem englischen Hauptstadtklub unter Vertrag und stand in diesem Zeitraum in stolzen 282 Pflichspielen auf dem Rasen. Doch nachdem er noch vor wenigen Monaten ein festes Kadermitglied war, ist der Engländer im internen Ranking der zentralen Verteidiger mittlerweile hinter David Luiz, ​Antonio Rüdiger und Andreas Christensen nur die klare Nummer vier. In der Premier League reichte es für den Routinier daher bislang in dieser Spielzeit noch nicht einmal für einen Platz auf der Ersatzbank.

Dort durfte der 61-fache Nationalspieler bei der Europa-League-Partie gegen PAOK Saloniki zumindest Platz nehmen, spielen durfte er jedoch nicht. Nach dem 1:0-Erfolg seiner Teamkollegen brach der Defensivspieler sein Schweigen und äußerste sich zu seiner prekären Lage. Dabei wolle er laut dem Mirror nicht voreilig handeln, räumte dennoch ein, dass seine Zeit bei Chelsea bald vorbei sein und er den Verein bereits im Januar verlassen könne.


So habe er erkannt, dass man manchmal harte Entscheidungen treffen muss, da im Fußball auf Niemanden gewartet wird. "Um sich weiter zu entwickeln, muss man diese schweren Entscheidungen treffen", so der Verteidiger. Dabei stellte der 1,93-Meter-Hüne jedoch im gleichen Atemzug auch klar, dass der Erfolg der Mannschaft über allem stehe. Da er über Jahre hinweg jedoch eine tragende Rolle eingenommen habe, sei es "schwer mit der Situation umzugehen".

Cahill erklärte, dass er sich nun bald mit seinem Trainer unterhalten werde, um herauszufinden, wo er steht. Einen der Gründe für seine schlechte Position hat der Brite in seiner Teilnahme bei der Weltmeisterschaft und der damit einhergehenden kürzeren Vorbereitung mit den 'Blues' ausgemacht. Nun, da die Mannschaft gut gestartet ist, sieht auch Cahill ein, dass der Trainer wenig Gründe hat, an seiner Startelf zu rütteln.


Dennoch könne er sich selbstverständlich nicht mit seiner Situation abfinden. "Ich bin kein Spieler, der es einfach so hinnimmt, wenn er nicht spielt. Es geht immer ums Spielen. Eine Karriere ist kurz genug", so der ehrgeizige Profi. Im Anschluss versicherte er jedoch, dass er auch in Zukunft absolut professionell arbeiten werde und er jederzeit bereit sei zu spielen.