FREIBURG, GERMANY - SEPTEMBER 16: Head coach Tayfun Korkut of VfB Stuttgart looks on during the Bundesliga match between Sport-Club Freiburg and VfB Stuttgart on September 16, 2018 in Freiburg, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Gegen Düsseldorf erneut sieglos: 6 Erkenntnisse für den VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart konnte auch das fünfte Pflichtspiel in dieser Saison nicht für sich entscheiden und musste sich am Freitagabend mit einem 0:0-Remis vor heimischer Kulisse gegen Fortuna Düsseldorf zufriedengeben. Dabei wurden einige Schwächen aber auch wenige Stärken der Stuttgarter ersichtlich.

1. Auf Zieler ist Verlass

Zugegeben, wirklich neu ist diese Erkenntnis nicht, aber angesichts des schwachen Saisonstarts ist es zumindest beruhigend zu wissen, dass man mit Ron-Robert Zieler einen echten Spitzentorhüter in den eigenen Reihen hat. Mit sieben Paraden sicherte der sechsfache Nationalspieler gegen die Fortuna zumindest einen Punkt. 

2. Rechte Seite geht offensiv komplett unter

Wenn der VfB am Freitagabend Gefahr für die gegnerische Mannschaft herbei beschwören konnte, dann fast ausschließlich über die linke Seite. Dort war auch Außenverteidiger Emiliano Insua gut in das Offensivspiel eingebunden. Ganz anders dagegen Andreas Beck auf der rechten Seite. Der ehemalige Nationalspieler tauchte nur selten vorne auf und wenn doch, wurde er kaum angespielt. So waren die Stuttgarter sehr leicht ausrechenbar. Der offensiv deutlich agilere Pablo Maffeo wäre daher mehr als nur eine Überlegung wert.

3. Nicolas Gonzalez braucht noch Zeit

Die Offensivkrise des VfB Stuttgart einzig und allein auf Nicolas Gonzalez zurückzuführen wäre nicht nur unfair, sondern schlichtweg falsch. Dennoch muss man konstatieren, dass der Argentinier gegen die Fortuna ein paar aussichtsreiche Chancen liegen ließ. Mangelnden Einsatz kann man dem Youngster aber keineswegs vorwerfen. Da gegen die Düsseldorfer auch Mario Gomez wenig zu Stande brachte, war offensiv nur sehr wenig geboten.

4. Eklatante Mängel bei Standards

Beim Spiel gegen die Düsseldorfer schenkten die Schwaben einige unnötige Standards her. Dabei machten die Spieler von Trainer Tayfun Korkut vor allem bei der Verteidigung von gegnerischen Ecken gar keine gute Figur. In den kommenden Tagen gilt es daher an der Abstimmung zu feilen, um sich nicht zu einem leichten Opfer für kaltschnäuzigere Gegner zu machen.

5. Gonzalo Castro weiter kaum präsent

Gonzalo Castro kam bislang seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund in diesem Sommer in jedem Spiel zum Einsatz. Komplett überzeugen konnte der Routinier dabei jedoch noch nie. Auch gegen die Düsseldorfer war so gut wie gar nichts von dem vermeintlichen Führungsspieler zu sehen. Von einem Spielers seines Kalibers muss deutlich mehr kommen.

6. Fans stehen (noch) geschlossen hinter der Mannschaft

Nach dem Abpfiff waren zwar vereinzelte Pfiffe in der Mercedes-Benz Arena zu hören. In den vorangegangen 90 Minuten wurde die Mannschaft aber lautstark unterstützt. Allzu oft werden sich die Fans der Stuttgarter aber nicht mehr so milde zeigen und so müssen dringend Punkte her, damit die Stimmung nicht bald kippt.