​Am Freitagabend kam der ​VfB Stuttgart beim Heimspiel gegen den Aufsteiger ​Fortuna Düsseldorf nicht über ein 0:0-Unentschieden heraus und wartet damit auch nach dem fünften Pflichtspiel in dieser Saison noch auf den ersten Sieg. Dabei konnten sich die Schwaben noch bei ihrem überragenden Torhüter ​Ron-Robert Zieler bedanken, der mit einigen hervorragenden Paraden den Punkt sicherte.


In der ersten Halbzeit wurde der 29-Jährige zunächst noch nicht so häufig geprüft, da die Abschlüsse der Düsseldorfer zumeist am Tor der Männer mit dem roten Brustring vorbeisausten.

Unmittelbar nach dem Beginn der zweiten Spielhälfte war der gebürtige Kölner jedoch gleich zwei Mal gefragt und konnte mit zwei klasse Paraden gegen Kaan Ayhan und Marcel Sobotka seinen Wert für die Mannschaft demonstrieren. In der 62. Spielminute entschärfte er zudem einen gefährlichen Schlenzer von Marvin Duksch.

Auch in der Schlussphase war es Zieler der in der phasenweise vogelwilden Defensive des VfB die Übersicht warte. So vereitelte der ehemalige Hannoveraner zunächst in der 82. Spielminute mit einer starken Fußbabwehr einen Schuss von Alfredo Morales Morales und fünf Minuten später wehrte er noch einen Schuss von Kaan Ayhan ab. Insgesamt sammelte der 1,88-Meter-Schlaks so sieben Paraden. Kein Wunder also, dass sich Kapitän Christian Gentner im Namen aller Stuttgarter bei seinem Teamkollegen bedankte und gegenüber Eurosport betonte, das Zieler das Team "überragend im Spiel gehalten" habe.


Auch Gäste-Trainer Friedhelm Funkel honorierte die Leistung der gegnerischen Nummer eins. "Bei den Standardsituationen waren wir gut, da hat Ron-Robert Zieler den Punkt für die Stuttgarter festgehalten", so der erfahrene Fußballlehrer auf der Pressekonferenz nach der Partie. Dass der Schlussmann der Stuttgarter überhaupt zum Mann des Spiels avancieren konnte, ist jedoch bezeichnend. Schließlich hatte der VfB auch gegen die Fortuna offensiv nur herzlich wenig zu bieten. Nach der Partie war der sechsfache deutsche Nationalspieler trotz seiner starken Leistung daher ziemlich gefrustet und monierte die phasenweise "sehr wilde" Spielweise seiner Vorderleute. 

Dennoch zeigte sich der Torhüter kämpferisch und betonte, dass die Mannschaft nun Geschlossenheit demonstrieren müsse. "Wir müssen die Köpfe zusammenstecken und eine Einheit bilden. Wenn von außen jetzt ein bisschen was kommt, da müssen wir unser Ding einfach weitermachen, konzentriert arbeiten und versuchen Punkte zu holen. Hilft ja nix", so der erfahrene Profi.