FREIBURG, GERMANY - SEPTEMBER 16: Nils Petersen of Sport-Club Freiburg and Andreas Beck of VfB Stuttgart battle for the ball during the Bundesliga match between Sport-Club Freiburg and VfB Stuttgart on September 16, 2018 in Freiburg, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

SC Freiburg: Voraussichtliche Aufstellung gegen VfL Wolfsburg

Der SC Freiburg ist immer noch ohne Sieg. Gegen den VfL Wolfsburg soll es mit dem ersten Dreier hinhauen. Allerdings muss die Mannschaft von Trainer Christian Streich auf Pascal Stenzel verzichten, der gegen den VfB Stuttgart zuletzt die Gelb-Rote-Karte sah. "Wir überlegen auch, ob wir auf eine Dreierkette umstellen", sagte Streich auf der Pressekonferenz. Dies sei denkbar, weil man so auf das 4-1-4-1-System der Wolfsburger reagieren und die beiden "Achter" der Wölfe besser aufnehmen könne. Sollte Freiburg mit einer Viererkette agieren, ist Lukas Kübler die erste Alternative für Stenzel. 

1. Torwart: Alexander Scholow

Zwar kassierte Alexander Schwolow in der Bundesliga bereits schon acht Tore in drei Spielen, allerdings hatte er nur begrenzte Schuld daran. Gegen die TSG Hoffenheim bewahrte der 26-Jährige seine Mannschaft vor einer weitaus höheren Niederlage. Gegen den VfB Stuttgart rettete er den ersten Freiburger Punkt mit einigen guten Paraden in der zweiten Halbzeit.

2. Rechtsverteidiger: Lukas Kübler

Nachdem mit Pascal Stenzel der etatmäßige Rechtsverteidiger gesperrt ist, muss Christian Streich umdisponieren. Entweder lässt er eine Dreierkette, vermutlich aus Robin Koch, Manuel Gulde und Dominique Heintz, aufs Feld. Oder er startet wie bisher wieder mit einer Viererkette mit Lukas Kübler. Der ehemalige Abwehrspieler des SV Sandhausen kam in der aktuellen Saison aber nur zu einem Kurzeinsatz. 

3. Innenverteidiger: Robin Koch

Nachdem das Duo Heintz und Gulde gegnerischen Sturmreihen momentan keine Angst einjagt, ist es durchaus möglich, dass Streich mit der Hereinnahme von Robin Koch für einen der beiden einen neuen Impuls setzt. Der 22-Jährige wurde bisher nur zweimal für jeweils wenige Minuten eingewechselt, hat aber unbestrittenen Qualitäten im Kopfball- sowie im Passspiel. Sollte Freiburg mit einer Dreierkette auflaufen, müsste er sowieso spielen. 

4. Innenverteidiger: Dominique Heintz

Der Neuzugang aus Köln stand bisher immer in der Startelf. Gegen Hoffenheim gelang Heintz sogar das vierte Bundesligator seiner Karriere. Doch in puncto Defensivarbeit, seinem Kerngeschäft, hat der 25-Jährige noch Luft nach oben. Gegen Wolfsburg treffen Heintz und Co. auf eine aktuell schlagkräftige Offensive.

5. Linksverteidiger: Christian Günther

Das letzte Bundesligaspiel des SC Freiburg ohne Christian Günther liegt schon eine Weile zurück. Am 15. April 2017 gegen RB Leipzig stand der 25-Jährige nicht im Kader. Seitdem hat der einmalige Nationalspieler keine Bundesligaminute mehr verpasst. Auch gegen Wolfsburg dürfte seine Serie wohl anhalten. 

6. Defensives Mittelfeld: Nicolas Höfler

Bisher stand Höfler in allen Partien auf dem Feld. Allerdings mit wechselnden Partnern an seiner Seite: Gegen Stuttgart war es Janik Haberer, gegen Hoffenheim und Frankfurt war es Jerome Gondorf. Aber immer noch herrscht Unklarheit, wer von Höflers Nebenmännern zur Verfügung steht. Janik Haberer erlitt am Mittwoch im Training einen Zusammenprall mit Jerome Gondorf. "Er klagte über Schwindelgefühl. Wir wissen noch nicht, ob Janik am Samstag dabei sein kann", so Streich. Das gleiche gilt für Gondorf, den ein Infekt erwischt hat. So gut wie sicher ist jedoch, dass Höfler spielt. 



7. Defensives Mittelfeld: Jerome Gondorf

Der infektgeplagte Gondorf ist für Samstag noch unsicher. Sollte er einsatzfähig sein, ist der ehemalige Bremer für Freiburg aber unentbehrlich. Gegen Stuttgart lief Gondorf auf der für ihn unüblichen Position im linken Mittelfeld auf. Dort köpfelte er den Ball schon nach einer Minute ins Netz, später ließ er ein Freistoßtor folgen. Das Experiment Gondorf auf Linksaußen zu stellen, hat geklappt. Möglich ist aber, dass er gegen Wolfsburg wieder im Zentrum spielt, egal ob Freiburg mit Dreier- oder Vierkette spielt.

8. Rechtes Mittelfeld: Mike Frantz

Eine Prognose abzugeben, welcher Freiburger im linken oder rechten Mittelfeld auflaufen wird, ist schwierig. Sollte Freiburg mit Dreierkette verteidigen, rücken aller Voraussicht nach Kübler und Günther ins Mittelfeld. Die beiden müssten dann enorm viel Laufarbeit verrichten, um bei Wolfsburger Gegenangriffen ihre Seiten abzuriegeln. Ansonsten würde vermutlich Mike Frantz den rechten Part übernehmen. Der technisch starke Yoric Ravet befindet sich noch im Aufbautraining und ist erst in ein oder zwei Wochen eine Option für Trainer Streich.

9. Linkes Mittelfeld: Roland Sallai

Einerseits könnte Jerome Gondorf im linken Mittelfeld spielen, andererseits könnten nominell offensivere Kräfte wie Marco Terrazzino, Florian Kath oder Lucas Höler auflaufen. Höler hat womöglich noch die besten Karten dieser drei. Desweiteren könnte Neuverpflichtung Roland Sallai zu seinem Bundesligadebüt kommen. "Er wird auf jeden Fall im Kader stehen. Und es kann auch sein, dass er von Anfang an spielt", sagte Christian Streich gestern auf der Pressekonferenz. Zwar ist der Ungar eher ein Mittelstürmer, doch Niederlechner und Petersen scheinen gesetzt. Auch denkbar: Frantz rückt ins linke Mittelfeld wie schon gegen Hoffenheim und ein weiterer Offensivmann wie Höler übernimmt die rechte Seite.

10. Stürmer: Florian Niederlechner

Der 27-jährige Niederlechner kam in dieser Saison noch auf keinen Torerfolg, doch das er auf hohem Niveau treffsicher sein kann, hat er in der Spielzeit 2016/2017 bewiesen. Damals schoss der ehemalige Heidenheimer 11 Saisontore. In der vergangenen Saison fiel er lange aufgrund eines Kniescheibenbruchs aus. Als möglicher Startelfkandidat steht indes auch Luca Waldschmidt bereit. 

11. Stürmer: Nils Petersen

Beim Training am Donnerstag konnte Petersen nicht teilnehmen. Probleme an der Patellasehne verhinderten eine Einheit. Wahrscheinlich kann er aber trotzdem auflaufen. In dieser Saison hat der deutsche Nationalspieler noch nicht getroffen. Doch es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Petersens Knoten platzt.