​Das Oberlandesgericht München hat am Donnerstag über die Berufung eines Tickethändlers verhandelt. Dieser hatte gegen den ​FC Bayern München geklagt, da der deutsche Rekordmeister unter anderem ein von ihm weiterverkauftes Ticket sperren ließ und dem Käufer den Zutritt zur Allianz Arena verweigert hat. Der Unterlassungsklage des Tickethändlers wurde erneut nicht stattgegeben. 


Fußball-Fans haben in der Regel zwei Möglichkeiten, um Tickets für ein Spiel zu erwerben. Zum einen über die offiziellen Verkaufsstellen des Vereins. Eine weitere Option stellt der Zweitmarkt dar. Auf diesem Gebiet ist der klagende Tickethändler hauptberuflich tätig. Dieser verkauft Eintrittskarten zu einem höheren Preis weiter. Der FC Bayern machte dem Geschäftsmodell des Berliner Privatmanns zuletzt jedoch einen Strich durch die Rechnung. Einem Kunden des Händlers wurde der Zutritt zur Allianz Arena verweigert und das vorgelegte Ticket storniert. 


Der Berliner hatte deshalb gegen den deutschen Rekordmeister geklagt und diesen aufgefordert, seine verkauften Karten nicht mehr zu sperren. Der Händler führte das Argument an, dass er nie direkt beim FC Bayern Tickets gekauft hatte. Daher vertritt er die Auffassung, dass die AGBs des deutschen Rekordmeisters für ihn und seine Kunden nicht gültig sind. Diese würden nur dann greifen, wenn Fans ihre Tickets über die offiziellen Verkaufsstellen des Klubs erwerben. 


Der FC Bayern verbietet in seinen AGBs den Weiterverkauf von Tickets zu einem höheren als dem bezahlten Preis und behält sich vor, solche Karten zu sperren. Die Münchner verkaufen inzwischen Karten mit Namensaufdruck, um diesen Umstand entgegenzuwirken. Die Unterlassungsklage des Händlers wurde bereits vom Landgericht München zurückgewiesen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, scheiterte der Berliner nun auch mit seiner Berufung vor dem Oberlandesgericht. Der Händler hat bereits angekündigt, dass er das Urteil nicht akzeptieren wird.