​Nach drei Spieltagen liegt der SV Werder Bremen auf dem siebten Tabellenplatz und damit rein tabellarisch voll im Soll. Spielerisch hat die Mannschaft von Trainer ​Florian Kohfeldt jedoch noch etwas Luft nach oben. Beim 1:1-Unentschieden gegen den Aufsteiger 1. FC Nürnberg störte Manager ​Frank Baumann aber vor allem die mangelnde Unterstützung der eigenen Anhänger.


So hatten die Werder-Fans nach Ansicht des erfahrenen Funktionärs ihr sonst so feines Gespür vermissen lassen und der Mannschaft beim knappen Spiel gegen die Franken nicht ausreichend geholfen. "Was mich ein bisschen gestört hat, war die Reaktion während des Spiels. Dass dort in für uns wichtigen Phasen die besondere Unterstützung, die uns die Fans in den letzten Jahren immer gegeben haben, vielleicht ein bisschen gefehlt hat", so der 42-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Augsburg am morgigen Samstagnachmittag.

Dabei räumte der Manager jedoch auch ein, dass man anscheinend durch die ambitioniert formulierten Saisonziele eine gewisse Erwartungshaltung hervorgerufen habe. "Vielleicht rechnet man jetzt damit, dass wir Nürnberg 3:0, 4:0 aus dem Stadion schießen – das entspricht aber nicht der Realität", stellt der Ex-Profi klar. In der Endphase haben die Werder-Fans nach seiner Ansicht eine gewisse Unzufriedenheit nach außen getragen. "Aber auch das hilft uns in der Phase eben nicht, sondern verunsichert den einen oder anderen jungen Spieler", betonte Baumann.


Beim Auswärtsspiel gegen die Augsburger erhofft sich das Bremer Urgestein wieder die volle Rückendeckung durch die sonst so verlässlichen Werder Fans. "Ich hoffe, dass unsere Fans die Situation realistisch einschätzen können und uns in den nächsten Spielen wieder diese Unterstützung geben", so der gebürtige Würzburger, der nicht dafür bekannt ist, sich offen gegen die eigenen Fans auszusprechen.