Kevin Wimmer wurde nur bis zum Saisonende von Stoke City ausgeliehen, doch im Gefüge von ​Hannover 96 ist der Innenverteidiger eigentlich schon jetzt unverzichtbar. Im Interview mit dem ​Sportbuzzer sprach der Österreicher über seine ersten Wochen in Hannover, den Auftakt in der Bundesliga und woran es innerhalb der Mannschaft momentan noch hakt.


Einst wechselte Kevin Wimmer vom 1. FC Köln zu den Tottenham Hotspur, ehe er nach einer erfolglosen Zeit bei den 'Spurs' zu Stoke City wechselte. Dort wurde er jedoch in der vergangenen Rückrunde aussortiert, den Abstieg konnte er demzufolge nicht verhindern. Infolge dessen suchte der Abwehrspieler nach einer neuen Herausforderung und landete schlussendlich bei Hannover 96, das nach dem Verlust von Salif Sané händeringend nach einem neuen Innenverteidiger suchte. 

Hannover 96 - Team Presentation

  Wichtiger Neuzugang: Innenverteidiger Kevin Wimmer


"Ich fühle mich hier sehr wohl", sagte Wimmer über seinen neuen Verein, für den er bislang in jeder Minute auf dem Feld stand. "Das wirkt sich auch aufs Sportliche aus, da läuft's gleich besser. Wir haben gute Typen, es gibt keinen, der da herausfällt." Auch abseits des Platzes wurde der 25-Jährige gut angenommen, weshalb er resümierte: "Ich bin in Hannover gut angekommen, es passt alles."

 

Sportlich betrachtet ist allerdings noch Luft nach oben. Nach den beiden Unentschieden gegen Werder Bremen und Borussia Dortmund setzte es am vergangenen Wochenende eine 2:3-Niederlage in Leipzig, über die sich Wimmer besonders ärgerte: "Wir haben guten Fußball gespielt, uns aber in einigen Situationen zu leicht ausspielen lassen. Dass wir da mit null Punkten nach Hause fahren mussten, war schon eine Enttäuschung."


Die Marschroute ist klar: Am kommenden Wochenende soll der erste Sieg her


Insgesamt hätte das Auftaktprogramm "leichter sein können", der Start sei insgesamt "okay" verlaufen. Doch nach dem "wichtigen" Remis gegen Werder und dem 50:50-Spiel gegen den BVB sollen in der englischen Woche - wenn es gegen den 1. FC Nürnberg, die TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt geht - weitere Punkte her: "Am besten wäre es, wenn wir jetzt gleich in Nürnberg den ersten Sieg holen. Das wäre eine Beruhigung für alle. Das hätte zudem einen positiven Effekt auf das schwere Heimspiel drei Tage später gegen Hoffenheim." 


Ohnehin rechnet er sich für das Heimspiel gegen die Kraichgauer gute Karten aus, nachdem der Fan-Boykott vor Saisonbeginn endete: "Grundsätzlich wird es schwer für alle Gegner, uns zu Hause zu schlagen. Jetzt wieder mit allen Fans im Rücken sind wir eine Macht. Schön wäre, wenn wir in der Woche mit den drei Spielen ungeschlagen bleiben würden." 


Doch auch im spielerischen Bereich gibt es offenbar noch einige Dinge, an denen Trainer André Breitenreiter mit seinen Spieler arbeiten muss. "Wir müssen uns noch mehr darauf fokussieren, immer genügend Männer in der Restverteidigung zu haben, damit wir gut genug aufgestellt sind, um Konter zu verteidigen", so Wimmer. In diesem Punkt die nötige "Balance" zu finden sei essenziell, um noch schwieriger zu knacken zu sein.


Beeindruckt zeigt er sich indes von Waldemar Anton. Der neue Abwehrchef spielt erst seine dritte vollständige Saison, steht nun allerdings bereits als Kapitän auf dem Platz und bringt seinen Nebenmann zum Staunen: "Er ist sehr selbstbewusst und völlig zu Recht Kapitän. Ich kann mich glücklich schätzen, so einen richtig starken Spieler neben mir zu haben. Und ich kann auch noch von ihm lernen", sagte Wimmer.