​Im Moment läuft es eigentlich für Petr Cech. In fünf Premier-League-Spielen, konnte der 36-Jährige jedes mal starten und setzte sich somit gegen seinen Konkurrenten Bernd Leno durch. Den Europa-League-Platz hat sich aber Bernd Leno geschnappt und verdrängt den Routinier aus dem Kasten. Dennoch erklärte Cech im Evening Standard, dass er weiterhin für seinen Vertrag kämpft und seine Zukunft gerne bei ​Arsenal verbringen würde.


Auch wenn Petr Cech fünf Spiele starten durfte, so wirkte der Tscheche immer noch unvertraut mit dem neuen Spielstil der Gunners. Neu-Trainer Unai Emery möchte das Spiel von hinten aus aufbauen und benötigt dafür auch einen Torwart, der sicher im Passspiel ist. Oft genug zeigte sich Cech aber wacklig und leitete gefährliche Konter durch schlechte Pässe ein. Dennoch behielt der 36-Jährige seinen Startplatz in der Premier League - Emery erntete dafür aber viel Kritik von den Gunners-Fans.

Trotzdem zeigte Cech sich souverän im Umgang mit dieser Kritik. So verrät er dem Evening Standard: "So läuft's in diesem Sport. Du hast immer jemanden, der darauf wartet, dass du schlecht spielst, um dann deinen Platz einzunehmen. Du musst aber einen Weg finden, deinen Platz zu behalten."


Über den Neuzugang Bernd Leno sprach Cech in hohen Tönen: "Wenn du neue Spieler holst, dann machst du das um andere zu verbessern, sie kompetitiver zu machen. Bernd ist hier, trainiert und versucht zu jeder Zeit seinen Platz zu bekommen, was jeden in der Torhüter-Gruppe auf Trab hält, auch mich."

Cardiff City v Arsenal FC - Premier League

Petr Cech und Granit Xhaka bedanken sich bei den mitgereisten Fans nach dem Spiel gegen Cardiff 


Damit kennzeichnet sich eine sportliche, aber auch kollegiale Konkurrenz zwischen den beiden Torhütern ab. Besonders Petr Cech scheint ruhig mit der neuen Konkurrenz umzugehen und stellt wohl den Verein über sich.


Dennoch muss Cech auch an sich selber denken, da der ehemalige Chelsea-Torwart nur noch für diese Saison unter Vertrag steht. "Ich bin im letzten Jahr meines Vertrages, meine Leistungen und meine Fitness werden es zeigen", erklärte der 36-Jährige auf die Frage, ob er denn nächstes Jahr noch bei den Gunners spielen wird.


Nur die Zeit kann also zeigen, ob Bernd Leno oder Petr Cech langfristig die Nummer Eins im Tor der Nord-Londoner werden können. Unai Emery wird noch viel testen müssen.