​Die ​TSG 1899 Hoffenheim erkämpfte sich am Mittwochabend im ersten Champions-League-Gruppenspiel ​gegen Schachtar Donezk​ ein 2:2-Unentschieden. Eine zweimalige Führung reichte den Kraichgauern letztendlich nicht zum Auswärtssieg. Cheftrainer Julian Nagelsmann war mit der Leistung seiner Mannschaft und dem Endergebnis durchaus zufrieden.


"Es ging viel hin und her, besonders in der ersten Hälfte haben wir es sehr gut gemacht", wird Nagelsmann auf der vereinseigenen Homepage zitiert. Hoffenheim erwischte einen Auftakt nach Maß und ging nach sechs Spielminuten durch Florian Grillitsch in Führung. "Wir können sogar noch ein zweites und drittes Tor nachlegen, wir hatten gute Konter und richtig große Chancen", betonte der TSG-Coach. 


Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich war es Havard Nordtveit, der die Kraichgauer wenige Minuten vor der Halbzeitpause erneut in Führung brachte. "In der zweiten Hälfte hatten wir in der ersten Viertelstunde eine extreme Drangphase, in der wir nachlegen müssen", monierte Nagelsmann. Am Ende habe seiner Mannschaft die "Power gefehlt". 


​​"Wir haben ordentlich verteidigt, bewusst so tief, da wir den Gegner etwas kommen lassen wollten, um kontern zu können", gab der 31-jährige Übungsleiter zu Protokoll. In der Schlussphase musste Hoffenheim den erneuten Ausgleich hinnehmen. "Es war ein sehr rassiges und ordentliches Fußballspiel, ich bin zufrieden mit der Leistung", betonte Nagelsmann. "Ich hätte gerne gewonnen, kann heute aber auch mit dem Punkt leben." 

Nationalspieler Nico Schulz haderte nach der Partie mit dem späten Gegentreffer. "Wir haben lange auf das Spiel gewartet und uns sehr auf das Spiel gefreut", sagte der 25-Jährige. "Aber wenn man so lange führt, will man auch gewinnen, darum ist meine Stimmung jetzt nicht so überragend." Grillitsch attestierte seinen Mannschaftskollegen eine gute Leistung: "Champions League ist schon eine andere Atmosphäre, aber jeder von uns hat das gut gemacht."