​Der ​FC Bayern München ist mit einem souveränen ​2:0-Erfolg bei Benfica Lissabon in die neue Champions-League-Saison gestartet. Dabei machte auch Innenverteidiger Jerome Boateng eine gute Figur. Im Vorfeld hatte der Nationalspieler noch Gesprächsbedarf angekündigt und sich über die mangelnde Rückendeckung seitens der Vereinsführung beschwert. Diese reagierte in Form von ​Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic im Umfeld der Partie jedoch äußerst gelassen.


So erklärte Rummenigge nach dem Auswärtssieg gegen die Portugiesen gegenüber Sky, dass er grundsätzlich kein Problem damit habe, "wenn ein Spieler meint, er müsse etwas Kritisches über Uli Hoeneß oder mich sagen". So könne der Verteidiger gerne mit ihnen sprechen. Darüberhinaus versicherte der 62-Jährige, dass das Büro von Uli Hoenß und ihm "immer offen" stehe. 


"Er kriegt auch einen Espresso oder Wasser oder was immer er möchte, und dann kann er gerne sprechen, überhaupt kein Thema", so der gut gelaunte Funktionär, der seinen Schützling als einen "bunten Vogel" bezeichnete.

VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic gibt sich tiefenentspannt


Ganz nachvollziehen kann der ehemalige Angreifer die Vorwürfe des Abwehrspielers, der sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über mangelnde Unterstützung des Rekordmeisters im Zuge der Transferverhandlungen mit Paris Saint-Germain beschwert hatte, aber nicht. "Jerome weiß, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist, deswegen haben wir ihn ja am Ende des Tages nicht an Paris abgegeben. Die Dinge sind total seriös zwischen den Parteien gelaufen. Es gibt überhaupt keinen Dissens", so Rummenigge.


Sportdirektor Hasan Salihamidzic versuchte bereits vor dem Anpfiff die Wogen zu glätten, betonte aber ebenfalls, dass sich die Bayern nichts vorzuwerfen hätten. "Wir haben ihn letzte Saison so unterstützt, wie auch jetzt. Die Aufregung ist ein bisschen groß. Ich werde mit ihm darüber reden", so der 41-Jährige. Dabei unterstrich auch der ehemalige Bayern-Profi, dass er bereit sei, mit Boateng so oft und lange zu sprechen, "wie er will". An der sportlichen Leistung seines Schützlings sei ohnehin nichts zu mäkeln. 


"Man sieht ja auch, wie er sich präsentiert, wie er spielt. Ich bin total zufrieden mit ihm, weil er immer mehr aus sich herauskommt und deswegen kann ich die ganze Aufregung nicht verstehen", so der Bosnier.