​Der FC Schalke 04 hat sein Auftaktspiel in der Champions League daheim gegen den FC Porto mit einem 1:1-Unentschieden beendet. Die "Knappen" mussten dabei den Ausgleich durch einen ​fälschlicherweise gegebenen Elfmeter hinnehmen, dem eine Schwalbe vorausgegangen war. Neben der Fehlentscheidung sorgte auch die Minuskulisse von nur knapp 46.000 Zuschauern für Diskussionsstoff.


WIe Schalke-Manager Christian Heidel im Anschluss an die Partie erklärte, wolle man die Minuskulisse von 45.755 Zuschauern (noch nie waren zu einem Champions-League-Spiel weniger Zuschauer in die Veltins-Arena gekommen) zwar nicht überbewerten, mache sich aber dennoch Gedanken über die Ursachen und Gründe. 


"Wir haben jetzt sehr viele Spiele auf einmal", so Heidel. Dementsprechend könne sich nicht jeder Fan mit Blick auf das straffe Programm der Schalker immer ein Ticket leisten und ins Stadion kommen. 


Auch die späte Anstoßzeit sei ein Mitgrund für die enttäuschende Zuschauerzahl. "Wenn man weiß, wo die Schalker Fans überall herkommen, ist das heftig. Bei den weiten Anfahrten ist man dann erst morgens früh wieder zu Hause." Insgesamt wollte Heidel noch kein voreiliges Fazit ziehen. "Ich kann das noch nicht so einschätzen", so der ehemalige Manager des 1. FSV Mainz 05. 


Einen Zusammenhang mit dem verkorksten Saisonstart der "Königsblauen" schloss er aber aus. "Ich glaube, dass es null komma null damit zu tun hat, dass wir die ersten drei Bundesligaspiele verloren haben. Da haben die Leute schon ein sehr feines Gefühl. Die Stimmung war ja auch überragend."



Für Schlagzeilen sorgte am Dienstagabend auch ein in schwarz-gelb gekleideter Anhänger von Borussia Dortmund, der sich trotz zeitgleicher Anstoßzeit der Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Brügge in der Veltins-Arena blicken ließ und sich unter den Fans des FC Porto tummelte. 


Wie der Anhänger nach Abpfiff gegenüber RevierSport erklärte, sei er von portugiesischen Freunden eingeladen worden, das Spiel zu schauen. Um problemlos ins Stadion zu kommen, trug er zunächst ein Trikot des portugiesischen Topklubs über dem Dress des BVB. "Man muss ja aufpassen, dass man irgendwie reinkommt", so der Dauerkartenbesitzer der Dortmunder.



Im Anschluss an die Partie ging es für den Fan, der einfach nur "Benni" genannt werden wollte, dann aus Sicherheitsgründen ebenfalls wieder im Trikot der Portugiesen nach Hause. "Im Porto-Trikot ging es dann entspannt zurück zum Auto. Kein Risiko", so der "Eindringling", der sich über den ​verpassten Sieg des Erzrivalen sicher gefreut haben dürfte.