​Jhon Cordoba hat nach seiner Einwechslung gegen den SC Paderborn das Tor zum zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich erzielt und darf sich somit trotz der Niederlage endlich über sein Debüttor in der neuen Saison freuen. Auch wenn der kolumbianische Rekordtransfer des 1. FC Köln unter Coach Markus Anfang aufgrund der Treffsicherheit von Torjäger Simon Terodde aktuell nur als Joker gefragt ist, dürfte mit dem Tor eine Menge Druck und Last von ihm gefallen sein, wie er nun auch selbst erklärte. 


Wie der 25-Jährige im Anschluss an das Mannschaftstraining der ​Geißböcke am Dienstag erklärte, sei der Treffer enorm wichtig für sein eigenes Selbstvertrauen gewesen (Aussagen via Geissblog.Koeln). "Das Tor war fundamental wichtig für mich, es hat sich sehr gut angefühlt", so Cordoba, der auf mehrere Wochen Leidenszeit zurückblickt. 


"Ich habe so lange nicht getroffen, das war eine schwere Zeit für mich, eine schlechte Erfahrung. Wenn man nach so langer Zeit ein Tor erzielt, ist das dann wie eine Erlösung. Es war eine Befreiung." Obwohl sein Tor letztlich nichts an der ​3:5-Pleite gegen den Aufsteiger aus Paderborn änderte, war es für ihn persönlich ein Schritt in die richtige Richtung. "Auch, wenn wir dann verloren haben. Aber ich habe immer daran geglaubt und an mir gearbeitet, um wieder zu treffen. Für diese Arbeit habe ich mich endlich belohnt."

Wie der ehemalige Mainzer weiter verriet, seien die letzten zwölf Monate die wahrscheinlich härtesten seiner bisherigen Profikarriere gewesen. "Ich hatte noch nie ein so schweres Jahr mit solchen Erfahrungen. Ich habe aber immer Gott vertraut. Meine Familie und meine Freunde haben mir geholfen, um weiter an mich zu glauben. Das war sehr wichtig für mich." Auch die Rekordablöse von 17 Millionen Euro, die der Effzeh für ihn an die Rheinhessen aus Mainz überwies, trug ihren Teil dazu bei. "Alle haben immer über die Ablösesumme gesprochen und gesagt, die 17 Millionen Euro seien eine Belastung. Aber was soll ich machen? Ich versuche, meine Qualität zu zeigen. Mehr kann ich nicht tun."


Nach dem Tor gegen Paderborn hofft Cordoba nun auf weitere Erfolgserlebnisse, möglichst natürlich regelmäßig. "Ich muss positiv bleiben und genau das machen, was ich gegen Paderborn gezeigt hat. In solchen Spielen kann ich meine Qualität zeigen, als Joker Tore machen und dann im Training wieder alles geben. Es hat gegen Paderborn geklappt, warum soll es jetzt nicht auch in den nächsten Spielen klappen?"