Seit mittlerweile über 14 Jahren ist Gladbach-Legende Uwe Kamps Torwarttrainer bei der ​Borussia. Kürzlich hat der 54-Jährige die ‘UEFA-Torwarttrainer A-Lizenz‘ erworben. Gegenüber dem Internetportal Fohlen-Hautnah.de plauderte der gebürtige Düsseldorfer nun etwas aus dem Nähkästchen und verriet, worauf es im Training mit den Keepern in Zukunft ankommt.

„Auf dem Papier hört sie sich so an wie der ‚Fußballlehrer‘ für die Cheftrainer, die dann einen Bundesligisten trainieren dürfen“, erklärt Kamps. „Genau so ist es mit der neu aufgelegten UEFA-Torwarttrainer A-Lizenz gedacht. Es wird sich so entwickeln, dass man die haben muss, um in gewissen Bereichen Torwarttrainer sein zu dürfen.

Über insgesamt neun Monate erstreckte sich der Lehrgang, den Kamps sowie 16 weitere Torwarttrainer besuchten. „Wir haben uns Trainingseinheiten angeschaut und die hinterher analysiert. Dadurch hat man gesehen, wie woanders trainiert wird und was man für den eigenen Bereich gebrauchen kann“, berichtet er. „Ich hatte das Glück, dass ich bei diesem Lehrgang Steffen Krebs kennenlernen durfte und das ist auch ein Grund, warum er jetzt hier ist.“

Zwei Torwarttrainer? „Hört sich erstmal komisch an, aber…“

Die Borussia hat nämlich seit dieser Saison zwei Torwarttrainer in ihren Reihen. Eine Anpassung an den Lauf der Zeit, wie Kamps findet: „Ich denke, dass die Zukunft so aussehen wird, dass es in vielen Bundesligamannschaften demnächst auch zwei Torwarttrainer geben wird. Das hört sich erstmal komisch an, weil es dann zwei Trainer für wenig Leute sind. Aber wir arbeiten noch mit den Jugendmannschaften zusammen. Das ist dann doch wieder sehr speziell.

Borussia Moenchengladbach - Team Presentation

Bildet zusammen mit Uwe Kamps die Gladbacher Torhüter aus: Steffen Krebs


​Kamps weiter: „In dem Moment, in dem man selbst einen Ball aufs Tor schießt, sieht man nicht, was der Torhüter eigentlich gerade macht. Das ist aber im Prinzip der wichtigste Moment, den man mit einem zweiten Trainer super abgedeckt hat. Steffen war schon in Stuttgart und Hoffenheim, dadurch kann bei uns einiges zusammenwachsen und man kriegt nochmal einen größeren Input. Daraus entstehen Dinge, die den Torhütern einen Mehrwert geben können.“


Zumindest aktuell scheint sich die Trainings-Revolution zwischen den Gladbacher Pfosten voll und ganz auszuzahlen: Borussias Keeper Yann Sommer musste in der Bundesliga bislang nur zweimal hinter sich greifen - und überzeugte mehrfach mit bärenstarken Leistungen...