Fußball-Bundesligist ​Bayer Leverkusen steckt nach drei Niederlagen in Folge tief in der Malaise. Reiner Calmund, der über mehrere Dekaden hinweg in verschiedenen Positionen beim Werksklub aktiv war, äußert sich zur aktuellen Schieflage.


In große Stars investierte Bayer Leverkusen in diesem Sommer nicht. Stattdessen wurde unter anderem der brasilianische Perspektivspieler Paulinho, der gerade mal 18 Jahre alt ist, ​für 18,5 Millionen Euro unter Vertrag genommen. Obwohl immer wieder qualitativ hochwertig bestückt, errang die Werkself in den letzten Jahren keinen großen Titel.


Dass "Pleiten, Pech und Pannen" das Phlegma des Klubs sind, denkt Reiner Calmund hingegen nicht. „Ich bin zwar abergläubisch, aber daran glaube ich nicht“, sagt der ehemalige Manager in der Sport Bild und gibt weiter preis: „Bayer fehlt neben der Erfahrung mit großen Titeln in entscheidenden Situationen auch einfach das Quäntchen Glück.“

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Reiner Calmund ist jetzt als TV-Experte unterwegs 


Von 1976 an war Calmund in verschiedenen Ausrichtungen unter dem Bayerkreuz tätig. Aus der Sicht des 69-Jährigen fehlt es Leverkusen auch am nötigen Kleingeld, um den vorhandenen Kader mit vielen Talenten auch mal mit gestandenen Stars zu verstärken. Dabei zieht der gebürtige Brühler einen Vergleich zu vergangenen Tagen.


Calmund verweist auf folgende großen Namen der jüngeren Leverkusener Geschichte: „Wenn sie im Sturm einen Kirsten oder Berbatov hätten, im Mittelfeld einen Ballack oder Emerson und in der Abwehr einen Nowotny oder Lucio, dann könnten sie mit dieser Achse Bayern ärgern.“ Das Ganze ist aber salopp gesagt Schnee von gestern, Bayer muss in den kommenden Spielen Ergebnisse liefern – denn es geht auch um den Job von Trainer Heiko Herrlich.