Der FC Schalke 04 ist mit einem 1:1-Remis in die Champions-League-Saison 2018/19 gestartet. Gegen den FC Porto brachte Breel Embolo die Knappen in der 64. Minute auf die Siegerstraße, Referee Jesus Gil Manzano machte den Königsblauen allerdings einen Strich durch die Rechnung, als er nach einem vermeintlichen Vergehen von Naldo auf den Punkt zeigte. Den Strafstoß verwandelte Otavio zum 1:1-Endstand.


FC Schalke 04 – FC Porto 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Embolo (64.), 1:1 Otavio (75./FE)

Zuschauer: 45.775


S04-Coach Domenico Tedesco reagierte nach der 1:2-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach und nahm vier Änderungen in seiner Startelf vor: Schöpf, McKennie, Serdar und Embolo ersetzten Mendyl, Rudy, Di Santo und Burgstaller (alle Bank).

Auf der anderen Seite entschied sich Portos Trainer Sergio Conceicao für ein 4-4-2-System mit dem erfahrenen Iker Casillas zwischen den Pfosten. Im zentralen Mittelfeld starteten Kapitän Herreira und Danilo Pereira, die Doppelsturmspitze bildeten Aboubakar und Marega.

Fährmann verhindert den frühen Rückstand

Die Schalker fanden gut hinein in die Partie, ließen die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Was den Knappen in den Anfangsminuten aber weitestgehend fehlte, war die nötige Entschlossenheit und der Mut nach vorne. Ähnliches Bild beim FC Porto, der sich allerdings in die neue Champions-League-Saison reinarbeitete – und aufgrund einer strittigen Elfmeterentscheidung um ein Haar in Führung ging: Nach einem vermeintlichen Handspiel von Naldo zeigte Schiedsrichter Jesus Gil Manzano auf den Punkt. Alex Telles lief an und entschied sich für die rechte Ecke, doch S04-Keeper Ralf Fährmann hatte den Braten gerochen und parierte stark (13.).

Die Hausherren tankten augenscheinlich Mut aus der Rettungstat ihres Schlussmannes, gewannen fortan immer mehr an Sicherheit im Passspiel und setzten einige Nadelstiche nach vorne: Naldos Kopfball zischte jedoch einige Meter über den Querbalken (21.), Serdars Schuss aus der zweiten Reihe landete derweil in den Armen von Portos Torhüter Iker Casillas (27.). Auf der anderen Seite hatten die Jungs in Königsblau immer wieder ein Bein dazwischen und ließen so kaum einen Schuss aufs Tor von Fährmann zu. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff befanden sich die Schalker offenbar noch im Tiefschlaf: Ein an der rechten Strafraumkante kurz ausgeführte Freistoß wurde urplötzlich brandgefährlich, weil Otavio mit viel Tempo ins Zentrum flankte. Dort lauerte Felipe, von dem die Kugel aus aufs Tor prallte – Ralf Fährmann war jedoch zur Stelle (47.).

Embolo belohnt die Knappen – 1:0 für Schalke!

Die Schocktherapie der Gäste zeigte allerdings Wirkung, denn es waren die Hausherren, die danach immer aktiver wurden und den Druck erhöhten: Breel Embolo hatte gleich zwei aussichtsreiche Möglichkeiten, doch nachdem ihm der Ball versprang (59.), landete sein Schuss aus spitzem Winkel in der dritten Etage (62.). Wenig später belohnte sich der Schweizer aber für seinen insgesamt starken Auftritt an diesem Abend: Nach einer Balleroberung am eigenen Strafraum schalteten die Knappen blitzschnell um. Letztlich steckte Serdar auf McKennie durch, der den Blick für den freien Embolo hatte. Der 21-Jährige spitzelte den Ball an Keeper Casillas vorbei – 1:0 für Schalke (64.)!

FC Schalke 04 v FC Porto - UEFA Champions League Group D

Breel Embolo (v.) feiert seinen Treffer zum 1:0 ausgelassen


​Die Freude auf Seiten der Königsblauen hielt allerdings nur knapp zehn Minuten an. Dann musste die Mannschaft von Cheftrainer Domenico Tedesco nämlich aufgrund einer weiteren kaum nachvollziehbaren Elfmeterentscheidung den 1:1-Ausgleich hinnehmen: Marega, von Schalkes Abwehrchef Naldo vielleicht minimal touchiert, ließ sich im Strafraum fallen. Referee Manzano fiel drauf rein und zeigte erneut auf den Punkt – diesmal verwandelte Otavio souverän (75.).

Nach dem Ausgleichstreffer kamen beide Teams nicht mehr zwingend vors jeweils gegnerische Tor, sodass man sich am Ende mit einem Remis zum Auftakt begnügen musste. Die Schalker fuhren damit die ersten Pflichtspielpunkte in dieser Saison ein und können auf einen ordentlichen ersten Auftritt in der Königsklasse zurückblicken, bei dem – ohne die strittigen Strafstoßentscheidungen – eventuell mehr drin gewesen wäre. Letztlich ist das Unentschieden aber ein leistungsgerechtes Ergebnis, da auch die Portugiesen den ein oder anderen Hochkaräter liegen ließen – und mehrfach am starken Ralf Fährmann scheiterten.

Für den Revierklub geht’s in der Bundesliga am kommenden Samstagabend (18:30 Uhr) weiter, wenn man den FC Bayern München empfängt. Der FC Porto muss in der portugiesischen Liga NOS Stunden später (22:00 Uhr) bei Vitoria Setubal ran.