Besonders in Amerika erntet die beliebteste Sportart der Welt Kritik für fehlende Härte. Dass sich im Fußball Spieler jedoch monatelang verletzen können und harte Tacklings in beinahe jedem Spiel zu finden sind, wird gerne mal aus den Augen gelassen. Besonders Corentin Tolissos Verletzung zeigt die Brutalität des Fußballs auf.


Erst gewann der Franzose mit den Bayern seinen allerersten Liga-Titel und krönte die Saison dann mit dem Sieg bei der Weltmeisterschaft in Russland. Jedoch sollte es zwei Monate später bitter für Tolisso laufen. Im Spiel gegen ​Bayer 04 Leverkusen riss sich der Mittelfeldspieler nach einem Zusammenprall mit Kevin Volland das Kreuzband.


Diagnose: Sechs Monate Pause nach der erfolgreichen Operation. Eine Hiobsbotschaft für den ​FC Bayern und Cheftrainer Niko Kovac, da der altbekannte “Verletzungsfluch” erneut und besonders früh einsetzt. Auch für Tolisso ist der Kreuzbandriss bitter, da der Franzose gegen Leverkusen ein super Spiel machte und seine erste Partie der neuen Saison bestritt.

Gegen Leverkusen gewann Tolisso drei Zweikämpfe und dribbelte an zwei Spielern vorbei. Außerdem erzielte der Ex-Lyon-Spieler den Ausgleichstreffer für den Rekordmeister, bevor er dann in der 42. Minute vom Platz geholt werden musste.


Nun stehen für den 24-Jährigen Reha und Schonung an. Die Operation hat der Rechtsfuß bereits hinter sich und lässt auf Instagram seine Fans um seinen Zustand wissen.

Unter einem Bild, auf dem er den WM-Pokal in die Luft hebt, erklärt er: "Zwei Monate trennen diese Bilder. Alles kann sehr schnell gehen…. Ich werde stärker und mit mehr Energie zurückkommen! Wir sehen uns 2019."


Nicht nur Tolisso traf der "Verletzungsfluch" der Bayern. Bereits im ersten Bundesliga-Spiel der Saison musste Kingsley Coman gegen Hoffenheim vom Platz begleitet werden. Der Flügelflitzer zog sich einen Riss des Syndesmosebandes zu und fällt mehrere Monate aus. Auch der Bayern-Veteran Rafinha verletzte sich am Innenband, nachdem er von Karim Bellarabi am Sprunggelenk getroffen wurde.