​Obwohl der FC Bayern am Samstagnachmittag Bayer Leverkusen souverän mit 3:1 besiegen konnte, war die Stimmung bei den Münchner Vereinsverantwortlichen nicht sonderlich gut. Dies lag an den zwei verletzungsbedingten Auswechslungen, die der deutsche Rekordmeister hinnehmen musste.


Während Corentin Tolisso bei seinem Pflichtspiel-Debüt in dieser Saison mitsamt dem 1:0-Treffer bereits kurz vor dem Halbzeitpfiff das Spielfeld verlassen musste, wurde für Rafinha in der 82. Minute die Partie durch eine brutale Grätsche vorzeitig beendet.

Bayern-Boss Uli Hoeneß war deshalb nach dem Spiel außer sich und sagte gegenüber der versammelten Presse (via Sport 1): "Das Foul von Karim Bellarabi war geisteskrank. Das war vorsätzliche Körperverletzung. Der gehört drei Monate gesperrt. Aber für Dummheit. Sowas macht man nicht."


Der 28-jährige Bellarabi wurde erst in der 73. Minute eingewechselt und bekam sieben Minuten später die rote Karte für sein hartes Eingreifen gegen Rafinha, der heute überraschenderweise für David Alaba auf der linken defensiven Außenbahn starten durfte. Eine Diagnose steht derzeit aus, Cheftrainer Niko Kovac hofft darauf, "dass kein Band kaputt ist."

Bei Tolisso sind die Befürchtungen derweil noch schlimmer, was auch Hoeneß und Arjen Robben nach dem Spiel bestätigten. Eingehende Untersuchungen könnten noch heute eine Diagnose liefern. Was schon beim ersten Eindruck wie eine schlimme Knieverletzung aussah, könnte sogar "das Kreuzband" betreffen, so Kovac. 


Der 24-jährige Mittelfeldspieler wurde nach dem Gewinn mit der französischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland langsam wieder herangeführt. Ausgerechnet beim Comeback eine schlimme Verletzung zu erleiden wäre eine absolute Hiobsbotschaft.