Von der Startelf auf die Bank: Nach der System-Umstellung von Dieter Hecking gilt Denis Zakaria als einer der größten Verlierer innerhalb der Mannschaft von ​Borussia Mönchengladbach. Der Schweizer Nationalspieler ist über seine neue Rolle als Ersatzspieler nicht erfreut, nimmt sie allerdings an und ist gewillt, die Mannschaft in jedem Fall zu unterstützen.


32 Mal begann Denis Zakaria in der abgelaufenen Spielzeit von Anfang an, doch der 21-Jährige genoss den Vorteil, dass der Trainer im zentralen Mittelfeld kaum auf Alternativen zurückgreifen konnte. So war er gemeinsam mit Christoph Kramer gesetzt, während Laszlo Benes und Tobias Strobl verletzungsbedingt passen mussten und die Stärken eines Mickael Cuisance nicht auf der 'Sechs' liegen.


Doch im neuen 4-3-3 gibt es nur einen Platz für solch einen Spielertypen, den Vorteil genießt zur Zeit der genesene Strobl, der in der diesjährigen Vorbereitung mächtig Dampf machte. ​Ähnlich wie Kramer bleibt Zakaria daher nur ein Platz auf der Bank, doch mit dieser Situation geht er sportlich um: "Natürlich will ein Fußballer immer spielen. Ich werde 100 Prozent geben, wenn ich auf dem Rasen bin. Ich gebe aber auch 100 Prozent auf der Bank, um der Mannschaft zu helfen", sagte er gegenüber der Bild

Gegen Leverkusen und Augsburg reichte es nur zu zwei Einsätzen als Joker, auch beim heutigen Top-Spiel gegen Schalke 04 droht zunächst nur ein Platz auf der Bank. Für Hecking ist die Wahl seiner Startformation alles andere als eine einfache, doch auch auf der 'Acht' sind die Plätze durch Jonas Hofmann und Florian Neuhaus klar belegt. "Wir besitzen dieses Jahr eine wirklich gute Mannschaft", weiß Zakaria.


Doch der Nationalspieler, der in der abgelaufenen Woche beim 6:0 in der Nations League über Island sein erstes Länderspieltor erzielte, nimmt die Herausforderung an: "Ich habe keine Angst vor der Konkurrenz. Die ist immer gut für einen Spieler, ohne Konkurrenz entwickelt sich niemand weiter. Für mich ist die riesige Konkurrenz ein Ansporn." 


Man wolle "als Team diese Saison wirklich gute Sachen machen", das Fundament wurde dafür bereits gelegt. Doch im Erfolg bleibt Zakaria nur die Rolle als Joker, welche er nutzen muss, wenn er bald wieder regelmäßig von Beginn an spielen will.