​Marius Wolf legte im letzten Jahr eine steile Karriere hin. Von Hannover 96 als nicht bundesligatauglich aussortiert, blühte der Mittelfeldspieler bei ​Eintracht Frankfurt richtig auf und wurde nach einer überragenden Saison von ​Borussia Dortmund verpflichtet. Bei seinem neuen Klub hat der Deutsche zwar noch mit Anlaufproblemen zu kämpfen, ausgerechnet beim ​3:1-Sieg gegen seinen Ex-Klub konnte er nun jedoch seinen ersten Treffer für die Borussen feiern. Im Anschluss unterstrich der 23-Jährige dennoch seine tiefe Verbundenheit mit den Hessen.


In der ersten Halbzeit deutete noch wenig daraufhin, dass Marius Wolf eine der Geschichten dieses Spieltages schreiben würde. Gegen seine ehemaligen Teamkollegen wirkte der gebürtige Coburger ziemlich fahrig und konnte in der ersten Spielhälfte keinen einzigen Zweikampf für sich entscheiden. In der zweiten Halbzeit konnte er sich jedoch deutlich steigern und war beim 2.1 für den BVB nach einer Flanke von Jadon Sancho zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Nach seinem Debütreffer vor heimischer Kulisse zeigte sich der Rechtsfuß nach der Partie überglücklich auch wenn er bedauerte, dass der Treffer seinem Ex-Klub schadete. "Mich persönlich freut es natürlich, hier im eigenen Stadion das Tor erzielt zu haben. Natürlich ist es ein bisschen schade, dass es ausgerechnet gegen die Eintracht war. Aber das ist Fußball", wird Wolf von Eurosport zitiert. Um sich weiter zu steigern, müsse die Mannschaft nun weiter an sich arbeiten und "immer mehr in den Rhythmus kommen".


Gegenüber der Hessenschau erklärte der variabel einsetzbare Profi, dass sein Kontakt nach Frankfurt noch immer "sehr gut" sei. Klar sei dennoch, dass ein Treffer gegen die Frankfurter nicht zu vermeiden war. "Man gibt alles auf dem Platz und will Tore schießen. Ob es gegen den Ex-Verein ist oder andere, ist dann nicht so wichtig", so der Blondschopf, der sich nach der Partie noch lange mit seinen ehemaligen Weggefährten unterhielt.