Beim 3:1-Heimsieg von ​Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt tat sich das Team von Trainer ​Lucien Favre lange Zeit schwer. Dabei wurde in der Offensive erneut ein echter Knipser vermisst. Durch die Einwechslung von Neuzugang ​Paco Alcacer wendete sich in der zweiten Halbzeit jedoch das Blatt. 


Kurz vor Transferschluss war der 25-Jährige für ein Jahr vom FC Barcelona ausgeliehen worden. Am 2. Spieltag reichte es für den Spanier noch nicht für einen Platz im Kader der Schwarz-gelben. Die Länderspielpause konnte der Neuzugang jedoch nutzen, um sich besser an das System der Dortmunder zu gewöhnen. Dennoch musste er bei der Partie gegen die Hessen zunächst auf der Bank Platz nehmen. 

Maximilian Philipp durfte daher erneut von Beginn an starten, konnte seine Chance als alleinige Sturmspitze nicht nutzen. In der Vor-Saison in der Bundesliga noch an elf Treffern des BVB direkt beteiligt, wirkte der Deutsche gegen die Eintracht erneut wie ein Fremdkörper. Ganz anders hingegen Alcacer nach seiner Einwechslung in der 67. Spielminute.


Beim 2:1 durch Marius Wolf setzte er den Vorlagengeber Jadon Sancho in Szene und kurz vor Spielende unterstrich der 13-fache spanische Nationalspieler endgültig seine ganze Klasse. Nach einer raffinierten Eckballvariante wurde er von Sancho an der Strafraumkante angespielt. Im Stile eines echten Torjägers fackelte Alcacer nicht lange und schlenzte das Leder unhaltbar ins lange Eck. 


Somit gelang ihm mit seinem ersten Schuss direkt ein Tor. Wenn man dies im Kontext der zuletzt so von Chancenwucher heimgesuchten Borussen setzt, wird die Bedeutung dieses Transfers erst richtig klar.


Ein dicker Wermutstropfen bleibt nach der Partie jedoch. So klagte der Torschütze nach dem Sieg über Oberschenkelschmerzen. "Wir wissen nicht definitiv, was er hat. Aber er hat etwas im Oberschenkel gespürt. Wir hoffen, dass es keine Zerrung ist", wird Lucien Favre von der BILD zitiert. Ein Einsatz des Mittelstürmers beim Champions-League-Auftakt gegen den FC Brügge am Dienstagabend dürfte daher zumindest stark gefährdet sein.