OSNABRÜCK, GERMANY - SEPTEMBER 06:  Head coach  Lucien Favre of Borussia Dortmund  looks on  during the Frendly Match between VfL Osnabrück and Borussia Dortmund at Stadion an der Bremer Brücke on September 6, 2018 in Osnabrück, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Heimsieg gegen Frankfurt: 8 Erkenntnisse für Borussia Dortmund

Mit einem 3:1-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt eroberte Borussia Dortmund am Freitagabend die Tabellenspitze in der Bundesliga. In der ersten Halbzeit tat sich die Mannschaft von Lucien Favre dabei recht schwer. Zwei Einwechslungen in der zweiten Halbzeit zahlten sich jedoch voll aus.

1. Standards werden auch für den BVB immer wichtiger

Schon bei der Weltmeisterschaft in Russland wurde deutlich, wie wichtig Standardsituationen derzeit im Fußball sind. Auch am BVB ist diese Entwicklung nicht spurlos vorbei gegangen und so erzielten die Dortmunder mittlerweile nach drei Spielen bereits drei Tore nach ruhenden Bällen. In der kompletten Rückrunde der Vor-Saison waren die Borussen nur einmal nach einem Standard erfolgreich gewesen.

2. BVB kann ein Spiel noch nicht über 90 Minuten hinweg dominieren

Vor allem in der ersten Halbzeit hatten die Borussen große Mühe, die kompakte Defensive der Frankfurter vor echte Probleme zu stellen. Dabei stimmten noch nicht alle Abläufe. Auch Lucien Favre sah nach der Partie daher noch viel Steigerungspotenzial. "Wir brauchen noch viel mehr Zeit, um das Spiel zu kontrollieren. Wir haben heute viel Mühe gehabt, den Gegner zu destabilisieren. Wir müssen mehr mit Geduld spielen und das Tempo manchmal erhöhen, aber auch manchmal wieder zurück nehmen", wird der Cheftrainer von Eurosport zitiert.

3. Offensivspiel zeitweise zu statisch

Ein großes Offensivspektakel bekamen die Zuschauer im Signal-Iduna-Park insbesondere in der ersten Halbzeit nicht zu sehen. Zu statisch agierte hierfür die Offensive der Borussen. In der zweiten Halbzeit wurde es aber deutlich besser. "Wir haben uns am Anfang schwer getan, vor allem vorne. Wir haben zu langsam gespielt und hätten den einen oder anderen Angriff noch konzentrierter zu Ende spielen müssen", monierte daher auch Torhüter Roman Bürki nach der Partie.

4. Breite des Kaders zahlt sich aus

Bei der Partie gegen die Hessen schenkte Lucien Favre zu Beginn dem jungen Jacob Bruun Larsen das Vertrauen. Nach einem ordentlichen Auftritt wurde der Däne in der zweiten Halbzeit durch Jadon Sancho ersetzt. Der Engländer war ein sehr belebendes Element und leitete gemeinsam mit dem ebenfalls eingewechselten Paco Alcacer die Wende ein. Wenn man bedenkt, dass Christian Pulisic sofern er fit ist, auch auf einen Stammplatz pocht, muss man konstatieren, dass die Dortmunder über jede Menge Qualität in ihrem Kader verfügen.

5. Diallo weiterhin mit Licht und Schatten

Mit Abdou haben die Borussen einen noch sehr jungen Verteidiger vom 1. FSV Mainz 05 verpflichtet. Doch wie zu erwarten war, braucht der 22-Jährige noch etwas Zeit um sich zurechtzufinden. Gegen die Frankfurter leistete er sich einige Unkonzentriertheiten. Mit seinem Treffer zum 1:0 trug er aber auch seinen Teil zum Heimsieg bei. Darüberhinaus muss man dem Franzosen zugute halten, dass er sich keineswegs versteckt und gegen die Hessen so 126 Ballaktionen sammelte.

6. Paco Alcacer macht sofort den Unterschied

Paco Alcacer wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und war sofort gut in das Spiel der Dortmunder integriert. Dabei konnte der Spanier vor allem in seiner Kernaufgabe glänzen, nämlich dem Toreschießen. Der erste Schuss des 25-Jährigen landete dabei sofort im Netz. Ein solches Kunststück war zuvor auch Marcio Amoroso und Pierre-Emerick Aubameyang gelungen. Für Beide sollten noch viele weitere folgen.

7. Marius Wolf steigert sich langsam

Marius Wolf erwischte gegen seinen Ex-Klub zunächst keinen guten Tag und konnte in der ersten Halbzeit keinen einzigen Zweikampf gewinnen. In der zweiten Spielhälfte steigerte er sich aber wie so viele Borussen und war beim 2:1 zur Stelle. Um noch besser zu werden benötigt der Deutsche weitere Spielpraxis. "Wir müssen so weiter arbeiten und immer mehr in den Rhythmus kommen und uns von Spiel zu Spiel steigern. Dann bin ich da guter Dinge", so der 23-Jährige nach der Partie.

8. Luft für Mario Götze wird immer dünner

Mario Götze hat beim BVB weiterhin nichts zu lachen. Auch gegen die Frankfurter wurde der Weltmeister von 2014 nicht einmal eingewechselt. Trainer Lucien Favre betonte zuletzt, dass dies vor allem taktische Gründe hat. Gegen die Frankfurter konnte nun Jadon Sancho auch noch vollends überzeugen. Christian Pulisic wird ebenfalls zurückkehren und Paco Alcacer ist in der Offensive ohnehin bald gesetzt.