Stuttgart: VfB-Coach Korkut vor dem schwäbisch-badischen Derby optimistisch

Der VfB Stuttgart steht nach den ersten beiden Spieltagen mit zwei Niederlagen und einem Torverhältnis von 0:4 auf dem letzten Tabellenplatz. Nach einer starken Rückrunde in der Vorsaison, die beinahe noch für die Europa League gereicht hätte, droht nun wieder der Abstieg ins Niemandsland oder gar den Tabellenkeller. Gegen den SC Freiburg soll nun möglichst der erste Dreier her, um den Fehlstart frühzeitig zu korrigieren.


Die wichtigsten Aussagen der VfB-PK mit Trainer Tayfun Korkut:

1. Die Erwartungshaltung

Trotz zwei Niederlagen aus den ersten beiden Bundesligapartien zeigte sich VfB-Coach Tayfun Korkut auf der Pressekonferenz am Freitag zuversichtlich und blickte auf eine zufriedenstellende Trainingswoche zurück. "Hinter uns liegt eine gute Trainingswoche. Wir gehen mit Optimismus ins Spiel. Wir wollen so schnell wie möglich den ersten Sieg einfahren."

2. Didavi-Einsatz fraglich - Kempf fehlt

Ein großes Fragezeichen steht aktuell noch hinter einem Einsatz von Spielmacher Daniel Didavi, wie der Cheftrainer der Schwaben verriet. Zum jetzigen Zeitpunkt werde er wohl nicht mit ihm planen können. "Daniel hat in der Länderspielpause individuell trainiert. Stand jetzt gehen wir davon aus, dass es eher nicht fürs Wochenende reichen wird", so Korkut. In jedem Fall nicht zur Verfügung stehen wird Innenverteidiger Marc-Oliver Kempf, der sich einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zugezogen hat. 

3. Ein möglicher Einsatz von Andreas Beck

Nachdem sich der Rechtsverteidiger und ehemalige DFB-Nationalspieler im April einen Teilriss des Kreuzbandes zugezogen hatte, stand er noch in keinem Pflichtspiel für die Schwaben auf dem Platz. Ob er nun am Wochenende gegen den SC Freiburg sein Saisondebüt geben wird, ließ Korkut vorerst offen. "Es ist jetzt schon bemerkenswert, wie weit er ist. Auch nach dem letzten Testspiel bewegt er sich auf dem Level, dass er eine Option ist. Wir werden dann schauen, wie der Trainer sich entscheidet", so der VfB-Coach.

4. Die aktuelle Torflaute

Nach zwei Spieltagen stehen die Schwaben in der Bundesliga als einziges Team noch ohne einen einzigen eigenen Treffer da. Für Chefcoach Korkut ist dies jedoch kein Grund zur Sorge, da er weiterhin an die Abschlussqualitäten seiner Mannschaft glaubt. Dazu habe man unter der Woche intensiv am Torabschluss gefeilt. "Dass wir Tore schießen können, das wissen wir. Wir haben in der Vorbereitung und jetzt im Testspiel viele Treffer erzielt. Aber jetzt alles am Bayern-Spiel festzumachen, bringt nichts. Wir wissen, dass wir zielstrebiger werden und in die gefährliche Zone kommen müssen. Und daran haben wir in dieser Trainingswoche gearbeitet."

5. Die Rolle von Stürmer Mario Gomez

Dass der VfB Stuttgart nach zwei Spieltagen in der Bundesliga noch kein Tor geschossen hat, liegt mitunter auch an Mittelstürmer Mario Gomez. Korkut nahm seinen Angreifer nun in Schutz und betonte, dass der Ex-Nationalspieler nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft ist. "Der Weg muss hier auch stimmen. Um Marios Stärken wissen wir Bescheid. Aber wir können nicht einfach nur die Bälle nach vorne hauen und sagen: 'Mach mal, Junge'." Zumindest beim Testturnier während der Länderspielpause hatte der ehemalige Bayern-Stürmer endlich wieder ein Erfolgserlebnis und erzielte sogar gleich einen Doppelpack gegen die SpVgg Greuther Fürth.

6. Der Gegner SC Freiburg

Was den kommenden Gegner angeht, so erwartet der ehemalige Coach von Bayer 04 Leverkusen "eine Mannschaft, die alles bis zur letzten Sekunde gibt. Mit den Fans im Rücken werden sie ans Limit gehen. Wir wissen, was auf uns zukommen wird. Wir haben uns dementsprechend gut vorbereitet." Der Sportclub aus dem Breisgau ist ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet, hat aber im Gegensatz zum VfB bereits ein Tor erzielt und steht deshalb in der Tabelle vor den Stuttgartern. 

VfB Stuttgart: Tayfun Korkut will mit Optimismus den ersten Sieg einfahren