Die Diskussionen um den geplatzten Wechsel von Marco Fabian zu Fenerbahce Istanbul halten weiter an. Nachdem sich die Verantwortlichen von ​Eintracht Frankfurt über das Verhalten des türkischen Spitzenklubs beschwerten, bekräftigte nun Präsident Ali Koc, dass der mexikanische Nationalspieler die sportmedizinische Untersuchung "mehrfach" nicht bestanden habe.


Streitpunkt waren hierbei die Rückenprobleme, welche Fabian in der abgelaufenen Saison für lange Zeit außer Gefecht setzten. Der Mexikaner verpasste die komplette Hinrunde aufgrund von Problemen im Lendenwirbel, nachdem diese bereits im Januar 2017 auftraten.


Gegenüber dem klubeigenen Sender beteuerte Koc, dass man den Medizincheck wiederholt habe durchführen lassen. Doch laut den Ärzten sei die Verpflichtung des 29-Jährigen ob der Rückenprobleme ein zu hohes Risiko gewesen. Demnach könne Fabian problemlos für mindestens zwei Jahre spielen, doch ebenso könne die Verletzung sofort wieder auftreten.

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Fener-Präsident Ali Koc bekräftigt weiterhin, dass Marco Fabians Rückenprobleme der Hauptgrund für den geplatzten Transfer seien


"Das Risiko konnten wir nicht eingehen. Auf mehr Details kann ich nicht eingehen", wird Koc in der Frankfurter Rundschau zitiert. Der Spieler wehrt sich jedoch seither gegen diese Vorwürfe: "Sie haben es auf meinen Rücken geschoben, aber das ist Blödsinn. Es war alles verhandelt, der Vertrag war fix. Aber fünf Minuten vor der Unterschrift habe ich gesehen, dass einiges geändert wurde. Und das ist nicht korrekt. Da mache ich nicht mit." Streitpunkt dabei seien vor allem finanzielle Dinge gewesen.


Rückendeckung erhielt er von Sport-Vorstand Fredi Bobic: "Der Junge wird so hingestellt, als könnte er gar keinen Fußball mehr spielen. Das ist nicht gerecht, das ist - auf gut Deutsch gesagt - eine Sauerei. Dem müssen wir absolut widersprechen", ​so der 46-Jährige zum damaligen Zeitpunkt.


Doch laut Koc könne man "schriftlich beweisen, dass dem nicht so ist". Demnach habe Sportdirektor Damien Comolli einige Nachrichten von Fabians Berater erhalten, nach denen der Spieler bis zur Winterpause auf sein Gehalt verzichtet hätte, wenn der Wechsel über die Bühne gegangen wäre. "Um nicht respektlos zu sein, will ich nicht auf mehr Details eingehen", fuhr der 51-Jährige fort.