​Marko Grujic verbringt die Saison auf Leihbasis in der Bundesliga bei den Hauptstädtern von ​Hertha BSC, die ihn vom FC Liverpool aus der Premier League ausgeliehen haben. Nach dem mehr als gelungenen Saisonstart mit drei Siegen aus den ersten drei Pflichtspielen sprach der Serbe in einer Medienrunde nun über seine ersten Wochen in Berlin sowie den Kontakt zu seinem Trainer in Liverpool Jürgen Klopp. 


Der zentrale Mittelfeldspieler wurde am 1. Spieltag gegen den Aufsteiger 1. FC Nürnberg noch kurz vor Schluss eingewechselt, ehe am 2. Spieltag beim ​Sieg gegen Vizemeister FC Schalke 04 bereits in der Startelf stand und über die vollen 90 Minuten eine gute Leistung zeigte. 

Hertha BSC v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

Hat sich bei Hertha BSC gut eingefunden: Leihgabe Marko Grujic 



In einer Medienrunde nach der Trainingseinheit am Mittwoch sprach der Serbe nun über die ersten Wochen in Berlin und lobte die Arbeit unter Coach Pal Dardai dabei in den höchsten Tönen (Aussagen via herthabsc.de). 


"Der Start war bislang sehr gut. Ich bin mehr als zufrieden. Alles war vom ersten Tag an perfekt, inklusive der Ergebnisse", so Grujic, der sich trotz des neuen Umfeldes gleich sehr gut aufgehoben fühlte. "Ich bin vom gesamten Team und den Mitarbeitern direkt gut aufgenommen worden. Jeder hilft mir, ob auf dem Platz oder daneben. Die Jungs sind fantastisch." Einen engen Kontakt hat der Serbe vor allem zu Kapitän Vedad Ibisevic, "denn er spricht meine Sprache. Das alles macht es mir einfach." 


Im defensiven Mittelfeld der Berliner spielte Grujic zuletzt an der Seite von Eigengewächs Arne Maier, den er für ein großes Talent hält. "Wir haben als Team einige gemeinsame Einheiten absolviert und uns dabei schnell kennengelernt. Von daher ist es für mich keine große Überraschung, dass es schon so gut funktioniert hat. Arne Maier ist einer der talentiertesten Jungs, mit denen ich bisher zusammengespielt habe." 

Liverpool v Brighton & Hove Albion - Premier League

Verfolgt Grujic' Entwicklung in Deutschland genau: LFC-Coach Jürgen Klopp 


​Was seinen eigenen Spielstil angeht, so sieht Grujic sich selbst eher als Vorbereiter und Taktgeber im Mittelfeld denn als Torschütze. "Ich mag kurze Pässe, möchte gefährliche Situationen kreieren und Vorlagen liefern. Es geht nicht nur ums Toreschießen, sondern darum, dem Team zu helfen." Um sich weiterzu entwickeln, müsse er jedoch nach wie vor an sich arbeiten. "Ich weiß, dass ich noch ein paar Probleme mit der Defensivarbeit habe, aber daran arbeite ich. Darum geht es im Fußball: sich ständig zu verbessern!" 


Sollte die Entwicklung stimmen, könnte der Mittelfeldmann in Zukunft durchaus auch eine ernsthafte Rolle bei seinem Stammklub FC Liverpool spielen, wohin er Stand jetzt im kommenden Sommer zurückkehren wird. Der deutsche Coach der "Reds" verfolge den 22-jährigen Nationalspieler und seine Entwicklung genau, wie Grujic verriet. "Es ist ein großer Klub, bei dem viele Menschen arbeiten. So auch ein Manager, der sich speziell mit ausgeliehenen Spielern befasst. Wir sind mindestens zwei Mal pro Woche in Kontakt, er schaut sich auch alle Partien an."