Im vergangenen Sommer suchten die Verantwortlichen des ​1. FC Köln händeringend nach einem Nachfolger für Torjäger Anthony Modeste, der für über 30 Millionen Euro zum chinesischen Klub Tianjin Quanjian wechselte. Letztlich entschied sich die sportliche Leitung für Jhon Cordoba, ​der für 17 Millionen Euro vom 1. FSV Mainz 05 an den Rhein wechselte. Über die hohe Summe herrscht noch immer Rätselraten, doch geissblog.koeln bringt nun ein wenig Licht ins Dunkel und offenbart, dass auch RB Leipzig damit im Zusammenhang steht.


Seit über einem Jahr stürmt Jhon Cordoba für die Kölner, war dabei jedoch nur mäßig erfolgreich. Aufgrund einer langwierigen Verletzung im Oberschenkel stand er in der abgelaufenen Saison nur 22 Mal auf dem Platz, erzielte dabei lediglich zwei Tore und ließ daher Fragen ob der hohen Ablösesumme aufkommen. 


Auch in der neuen Spielzeit ist er noch torlos, verbrachte die vergangenen beiden Spiele über 90 Minuten auf der Bank und muss sich hinter Simon Terodde, der gegen Erzgebirge Aue und dem FC St. Pauli insgesamt fünf Mal erfolgreich war, anstellen.


FC Koeln v FC Erzgebirge Aue - Second Bundesliga

  Teurer Bankdrücker: Der Transfer von Jhon Cordoba war bis dato wenig ertragreich


Ohnehin sei Cordoba nur eine von insgesamt drei Optionen gewesen. Demnach habe der ehemalige Geschäftsführer Jörg Schmadtke auch Michael Gregoritsch und Mark Uth verpflichten wollen. Jedoch entschied man sich vorzeitig gegen Gregoritsch, der infolge dessen zum FC Augsburg wechselte und sich dort mit 13 Toren zu einem absoluten Eckpfeiler der Mannschaft entwickelte.


Bei Uth hingegen blieben die Verantwortlichen der TSG Hoffenheim hart, obwohl sein Vertrag nur noch ein Jahr lief, weshalb er in diesem Jahr ablösefrei zum FC Schalke 04 wechselte. Daher fiel die Wahl auf Cordoba, der allerdings nicht nur die Kölner auf sich aufmerksam machte.


RB Leipzig trieb den Preis nach oben


Demnach sei auch RB Leipzig interessiert gewesen. Die Sachsen waren frischgebackener Vizemeister, überraschten die Bundesliga und wollten sich weiter verstärken - entschieden sich am Ende jedoch für Jean-Kevin Augustin. 


Dennoch habe das Leipziger Interesse den Preis für Cordoba in die Höhe getrieben, wie nun Frank Aehlig, Leiter der Lizenzspielerabteilung des 'Effzeh', erklärte: "Es gab neben dem 1. FC Köln mehrere ernsthafte Interessenten für Jhon Cordoba. Dabei hatte Mainz 05 aus meiner Sicht keinen Verkaufsdruck und konnte deshalb aus dieser Verhandlungssituation heraus ein gutes Ergebnis erzielen."


Auch habe die hohe Ablösesumme, die für Anthony Modeste fällig wurde, die Verhandlungen ein wenig erschwert. Demnach haben die Rheinhessen minimum 15 Millionen Euro gefordert, einigten sich am Ende mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln auf 17 Millionen Euro. Aus Mainzer Sicht hat sich der Transfer voll und ganz gelohnt, doch in Köln wartet der Kolumbianer noch immer auf den Durchbruch, weshalb er sich eher zum 17-Millionen-Euro-Problem entwickelte.