Unter anderem sorgte Manchester United dafür, dass sich in diesem Sommer die Wechselgerüchte um Jérôme Boateng hartnäckig in den europäischen Gazetten hielten. Der Nationalspieler bröselt die Vorgänge mit dem englischen Klub auf – und erklärt, wie und warum er den Red Devils absagte.


Gegenüber der Bild bestätigt Jérôme Boateng Anfragen von Manchester United und ​Paris St. Germain. Damit habe sich der deutsche Nationalverteidiger aber nicht beschäftigt, weil er den ​FC Bayern verlassen wollte, schildert er. Es sei kein Versuch einer Flucht gewesen, sondern der Reiz einer neuen Herausforderung.


Seit über sieben Jahren streift sich Boateng das Trikot des FC Bayern über, wurde mit dem Münchner Vorzeigeklub sechsmal Deutscher Meister und holte 2013 die Champions League. Seiner Aussage zufolge fühlt er sich „pudelwohl“ bei den Bayern: „Es ist einer der größten Klubs der Welt.“


Dass ihm Anfragen in diesem Sommer vorlagen, macht Boateng nicht zum großen Geheimnis. Vielmehr schildert er, wie er José Mourinho absagte: Den exzentrischen ManUnited-Trainer habe Boateng angerufen und gesagt, „dass sein Interesse eine Ehre für mich ist und mich bedankt, dass er sich bei ​Manchester United so für mich ins Zeug gelegt hat“.


Gutes Gespräch mit Mourinho


Es sei ein gutes Gespräch gewesen, in dem er Mourinho die Gründe für einen Verbleib in München geschildert hatte. „Es ist sehr schwer, den FC Bayern zu verlassen. Bei einem Wechsel muss schon alles passen, um diesen Klub zu toppen“, adelt Boateng seinen derzeitigen Arbeitgeber.


Eine zentrale Rolle spielte überdies Niko Kovac, der als großer Fan Boatengs gilt. „Der Trainer hat mir von Anfang an seine Wertschätzung und das Vertrauen ausgesprochen“, erklärt Boateng. „Niko Kovac gab mir das Gefühl, dass ich für ihn und den Klub sehr wichtig bin.“ In drei Pflichtspielen stand der gebürtige Berliner bisher dreimal über die vollen 90 Minuten auf dem Feld.