​Kevin-Prince Boateng hat den amtierenden DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt im Sommer verlassen und ist zu US Sassuolo zurück nach Italien gewechselt, wo er einst bereits für den AC Mailand aktiv war. Wie der Bruder von Bayern-Star und DFB-Nationalspieler Jerome Boateng nun verriet, sei vor allem auch der Abgang von Erfolgscoach Niko Kovac zum FC Bayern ein Hauptgrund für seinen Abschied gewesen.


Wie der 31-Jährige in der BILD erklärte, sei Niko Kovac einst der Hauptgrund gewesen, weshalb Boateng überhaupt erst zu ​Eintracht Frankfurt wechselte. Sein Abschied in Richtung ​FC Bayern München im Sommer war dementsprechend nun auch ausschlaggebend für Boatengs Rückkehr nach Italien. 


"Ein wichtiger Grund war, dass Niko Kovac auch weggegangen ist. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich vor allem wegen ihm zur Eintracht bin", so der zentrale Mittelfeldspieler. Durch seinen Wechsel zu US Sassuolo ist der ehemalige Problemprofi nun auch wieder deutlich näher bei seiner Familie, die nach wie vor in Mailand lebt. 


US Sassuolo v Genoa CFC - Serie A

Schlug gleich ein voll bei seinem neuen Klub US Sassuolo: Kevin-Prince Boateng


Trotz des Abschieds aus Frankfurt blickt Boateng auf eine positive Zeit bei den Hessen zurück. Vor allem seinen in Deutschland nicht gerade guten Ruf und sein noch immer bestehendes Bad-Boy-Image konnte er durch seine guten Leistungen für die SGE sowie den Gewinn des DFB-Pokals zumindest ein wenig aufbessern. 


Wie der ehemalige Nationalspieler Ghanas zudem erklärte, sei es sehr gut, sich endlich einmal ohne negative Schlagzeilen oder Nebengeräusche verabschiedet haben zu können. "Aber vor allem wollte ich endlich mal im Positiven und Guten weg aus Deutschland. Zu wissen, dass ich immer nach Frankfurt zurück kann und die Leute machen die Arme auf, um mich zu begrüßen, das ist wunderschön. Endlich bin ich mal nicht weggejagt worden", so der gebürtige West-Berliner. 


Auch bei seinem neuen Klub in der ​Serie A läuft es für den WM-Teilnehmer von 2010 auf Anhieb gut. Nach drei Spieltagen in Italien steht Boateng mit Sassuolo noch ungeschlagen auf Tabellenplatz zwei hinter Rekordmeister Juventus Turin. Dazu konnte er in vier Pflichtspielen bereits drei Tore beisteuern. In Norditalien unterschrieb er einen Vertrag bis Sommer 2021.