​Das Champions-League-Finale 2019 geht Anfang Juni im Estadio Metropolitano, der neuen Spielstätte von ​Atletico Madrid, über die Bühne. In den kommenden Jahren müssen die Fans unter Umständen eine deutlich längere Anreise zum Endspiel in Kauf nehmen. Medienberichten zufolge plant die UEFA ein CL-Finale in New York.


"Es werden laufend Gespräche über die Realisierung eines Champions-League-Finals in New York City geführt", erklärte Jaume Roures, Geschäftsführer des spanischen Medienkonzerns Mediapro, beim Radiosender RAC1. Die Verantwortlichen der UEFA spielen offenbar schon länger mit dem Gedanken, ein CL-Finale außerhalb von Europa auszutragen und damit neue Märkte zu erschließen. 


UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sprach bereits 2016 gegenüber der Nachrichtenagentur AP von derartigen Überlegungen: "Der Weg von Portugal nach Aserbaidschan ist im Prinzip genauso lang wie der nach New York. Wir sollten darüber nachdenken." In Nordamerika wachse das Interesse am Fußball stetig, weshalb der Markt sehr "lukrativ" sei.

Die UEFA ist nicht der einzige Verband aus Europa, der seine Blicke nach Übersee richtet. Die spanische LaLiga sorgte zuletzt mit Plänen für Aufsehen, wonach ab der kommenden Saison ein Ligaspiel in Nordamerika ausgetragen werden soll. Darauf hat sich der spanische Ligaverband im Rahmen einer 15-jährigen Kooperation mit dem US-Sportunternehmen Relevent geeinigt.


Dieses Vorgehen brachte dem Verband von vielen Seiten (u.a. von Klubs und der Spieler-Gewerkschaft AFE) scharfe Kritik ein. Ende August drohten die Profis der Primera Division sogar mit Streik gegen die USA-Pläne. Ein CL-Finale in Nordamerika geht frühestens im Jahr 2021 über die Bühne. Das Endspiel im Vorjahr wird im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul ausgetragen.