​Der ​1. FC Köln und Peter Stöger gingen im vergangenen Dezember getrennte Wege. Der Österreicher saß zuvor über vier Jahre lang auf der Trainerbank der 'Geißböcke' und führte die Kölner aus der 2. Bundesliga bis in die Europa League. Seinem ehemaligen Klub drückt der aktuell vereinslose Übungsleiter weiterhin die Daumen.


Nur wenige Tage nach dem Aus beim FC übernahm Stöger den Trainerposten bei ​Borussia Dortmund, wo sein bis Ende Juni 2018 datierter Vertrag nicht verlängert wurde. Seither ist der 52-Jährige vereinslos. Im Interview mit dem Express ließ der gebürtige Wiener verlauten, dass er seine freie Zeit genießen würde. 


"Wir waren jetzt ein paar Tage in Kärnten wandern, dann habe ich mit der Uli ein Wochenende in London verbracht und ​Arsenal gegen ​Chelsea angeschaut", erklärte Stöger. "Alles Sachen, die man vorher so nicht machen konnte." 

Es sei jetzt an der Zeit, Dinge zu reflektieren. "Nach meinem Aus in Köln ging das mit Dortmund ja schon sehr plötzlich", führte der Übungsleiter weiter aus. "Ich hätte schon ein paar Sachen machen können, da war ich aber nicht überzeugt. Wenn etwas Interessantes kommt, höre ich mir das an", gab der Ex-Profi Einblick in seine Zukunftsplanung. 


Am vergangenen Freitag kehrte Stöger noch einmal in den Signal Iduna Park zurück. Im Rahmen des ​Abschiedsspiels von BVB-Urgestein Roman Weidenfeller betreute der Österreicher das Team "Roman and Friends". Auf die Einladung von Weidenfeller sei der 52-Jährige besonders stolz gewesen. "Das finde ich nicht selbstverständlich, denn er hatte ja auch einige andere Trainer", so Stöger. "Aber Weide war auch immer ein Supertyp." 

SV Werder Bremen v Borussia Dortmund - Bundesliga

Schaffte mit Borussia Dortmund die Qualifikation zur Champions League: Peter Stöger


Den 1. FC Köln hat Stöger keineswegs aus den Augen verloren. "Ich verfolge den Weg des FC, habe auch noch Kontakt zu einigen Spielern und werde mich sehr freuen, wenn der Klub wieder hochgeht. Das ist für mich selbstverständlich", betonte der Ex-Coach der 'Geißböcke'. Für Stöger steht es aus außer Frage, dass der FC den sofortigen Wiederaufstieg schafft. 


"Die Qualität dieser Mannschaft ist die beste in der Liga. Das ist schon ein Unterschied zu meiner Zeit damals", zog der 52-Jährige den Vergleich zu seiner ersten Saison in der Domstadt. "Wir konnten uns keinen Spieler für vier Millionen Euro kaufen. Das ist schon etwas, was wir mit unserer Arbeit hinterlassen haben", stellte der Österreicher klar. Der FC sei derzeit gut aufgestellt.