​Bereits am vergangenen Donnerstag bestritt Wesley Sneijder sein letztes Spiel für die niederländische Nationalmannschaft. Nach dem 2:1-Erfolg gegen Peru will sich der Spielmacher noch mehr auf seine Familie konzentrieren und seine Karriere weiterhin beim katarischen Klub Al Garafa ausklingen lassen. Zuvor hatte der 34-Jährige nicht nur im Nationalmannschaftsdress für unvergessliche Momente gesorgt.


Insgesamt lief der gebürtige Utrechter 134-mal für sein Heimatland auf und ist damit der Rekordnationalspieler des fußballverückten Landes. Doch damit hört die bemerkenswerte Liste der Erfolge des Mittelfeldspielers noch lange nicht auf. So gilt der ehemalige Spieler von ​Inter Mailand und ​Real Madrid als einer der prägendsten Spieler des letzten Jahrzehnts und führte seine Mannschaften zu einigen großen Titeln.

Auf Vereinsebene markiert der Gewinn der Champions League mit Inter in der Saison 2009/2010 den Höhepunkt seiner Karriere. Der Henkelpott war ihm zuvor bei seiner Zeit bei Real Madrid zwar verwehrt geblieben, dennoch konnte er mit den Königlichen auch einen spanischen Meistertitel und den Gewinn der Copa del Rey bejubeln. Generell kann man den Niederländer als einen echten Titelhamster und Globetrotter bezeichnen, gewann er zu Beginn seiner Karriere mit Ajax Amsterdam doch auch zwei Meistertitel und holte im Herbst seiner Karriere mit Galatasaray Istanbul drei türkische Meisterschaften.


Aber auch für die 'Oranje' war Sneijder über Jahre hinweg ein echtes Aushängeschild und prägte eine ganze Generation. So gilt er als einer der letzten Zehner im klassischen Sinne und vermochte es wie nur wenige andere Spieler, seine Mitspieler in Szene zu setzen und dabei selbst stets torgefährlich zu bleiben. In absoluter Galaform präsentierte sich der beidfüßige Edeltechniker dabei auch bei der WM 2010, als er mit seiner Mannschaft erst im Finale an Spanien scheiterte.

Für viele Beobachter galt er bei der Endrunde in Südafrika dennoch als der beste Spieler, hatte er doch fünf eigene Treffer beigesteuert und wurde in vier von sieben Begegnungen zum besten Spieler des Spiels gewählt. Im Anschluss wurde er zumindest zum zweitbesten Spieler des Turniers gewählt und einige Monate später wurde er bei der Weltfußballerwahl im Jahre 2010 stolzer Vierter. In der Nationalmannschaft hinterlässt der Profi auch auf menschlicher Ebene eine große Lücke, galt er doch als echtes Vorbild in Sachen Einsatz.