Für Amine Harit verläuft die bisherige Länderspielpause nicht besonders rund. Der Tempo-Dribbler wurde aus disziplinarischen Gründen ​nicht für die Partie gegen Malawi am Samstagabend im Rahmen der Qualifikation für den Afrika Cup berücksichtigt. Dies bestätigte Marokkos Nationaltrainer Hervé Renard auf der Pressekonferenz nach dem 3:0-Sieg. 


Harit, der im Sommer nach der WM-Teilnahme in der Heimat seiner Eltern einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verursachte, konnte sich nur allmählich wieder in das Tagesgeschäft beim FC Schalke 04 einbinden. Nun muss er jedoch den nächsten mentalen Rückschlag hinnehmen.

"Wenn wir beisammen sind ist es wichtig, Termine einzuhalten. Dies sollte auch als Signal für die restliche Auswahl dienen", sagte Renard der versammelten Presse am Samstagabend, womit er auch den Grund für die Nicht-Berücksichtigung andeutete. Die Abwesenheit des marokkanischen Leistungsträgers war bei den Nordafrikanern Thema Nummer eins.


Langfristige Folgen muss der 21-jährige Harit aufgrund seiner Leistungsträger-Rolle bei der Nationalelf wahrscheinlich nicht befürchten. Doch solch ein Vorfall sollte ihn daran erinnern, dass sein Talent allein ihn beim Verein nicht weiter voranbringen wird. 'Knappen'-Coach Domenico Tedesco setzte zuletzt im Mittelfeld auf andere Akteure.