Mit 39 Jahren ist Claudio Pizarro längst nicht mehr im besten Fußball-Alter, doch der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte will es noch immer allen beweisenWerder Bremens Trainer Florian Kohfeldt setzte ihn daher beim Test gegen den SV Meppen (5:2) über die volle Distanz ein, was Pizarro mit Bravour überstand - und daher nach der Partie ein Lob vom Coach erhielt.


Dass Pizarro mehr als nur ein Mentor für die jungen Spieler im Bremer Kader ist, wurde bereits an den ersten beiden Spieltagen der Bundesliga deutlich. Sowohl gegen Hannover 96 als auch bei Eintracht Frankfurt wurde der Routinier eingewechselt, besonders gegen die Hannoveraner erwies er sich dabei als belebendes Element in der Offensive.


Beim ersten Testspiel gegen den FC Emmen wurde er noch geschont, doch bei der gestrigen Partie in Cloppenburg sollte er einige Minuten erhalten, wie er nach der Partie erzählte: "Eigentlich war mit dem Trainer 60, 70 Minuten abgesprochen. Aber Nuri Sahin hatte ein Problem mit den Rippen. Es war ein bisschen lang, aber gut", sagte Pizarro in gewohnt bester Laune.

Dass Kohfeldt ihn über die volle Distanz auf dem Feld ließ, zahlte sich zum Schluss noch einmal aus. Pizarro, der bereits nach sechs Minuten die Führung für Werder erzielte, machte in der 90. Minute den Deckel drauf und erzielte den entscheidenden Treffer zum 5:2. "Wir hatten das bewusst so gesteuert, dass er Dienstag nicht spielt und heute 75 bis 90 Minuten. 90 war gut, da hat er ganz am Ende noch einen gemacht. Man sieht, dass er ein Spielverständnis hat, dass er in der Box da ist, dass er auch gegen den Ball intelligent arbeiten kann", lobte er den Angreifer im Nachhinein.

"Am Ende hab ich mich ein bisschen gequält, aber es war gut, 90 Minuten zu spielen. Ich fühle mich gut und freue mich, wenn ich Tore mache. Ich hoffe, das geht so weiter", fuhr Pizarro fort. 


Er habe "ein bisschen Spielpraxis" gebraucht, welche er allemal bekommen hat. Nun will er den Schwung mit in die neue Woche nehmen, um auch im kommenden Bundesligaspiel wieder eingesetzt zu werden, wenn es gegen den 1. FC Nürnberg geht.