Den Saisonstart beim SV ​Werder Bremen hat sich Kevin Möhwald mit Sicherheit anders vorgestellt. Vor der Saison vom 1. FC N​ürnberg an die Weser gewechselt, absolvierte der 25-Jährige bisher keine einzige Pflichtspiel-Minute für seinen neuen Klub. Dennoch will sich Möhwald noch nicht unterkriegen lassen und sich bei den Bremern langfristig durchsetzen.


Die Gründe für den Schwierigen Start bei seinem neuen Verein sind vielfältig. So verletzte sich Möhwald bereits in der Vorbereitung schwer und laborierte von da an lange an einem Muskelfaserriss. Sich dem neuen Trainer Florian Kohfeldt zu präsentieren war so zu fast keinem Zeitpunkt der Saisonvorbereitung wirklich möglich.


Dass die Bremer mit Davy Klaassen und Nuri Sahin darüber hinaus auch noch weitere Spieler verpflichteten, die im Mittelfeld auf den Positionen "Sechs" und "Acht" beheimatet sind, erleichterte Möhwald das Zurückkommen nach seiner Verletzung ebenfalls nicht. 


Und so führte alles zusammen schließlich dazu, dass der 25-jährige Mittelfeld-Allrounder in der immer noch frischen Saison bisher keine einzige Minute für die Bremer auf dem Platz stand und zuletzt gar aus der Rotation fiel.​ Den 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt musste er sich von der Tribüne aus ansehen.

Und dennoch will der in Erfurt geborene Mittelfeld-Mann sich nicht von den jüngsten Ereignissen und Rückschlägen unterkriegen lassen. So liebäugelt er mit einem Einsatz gegen Ex-Klub Nürnberg, würde aber auch bei einer erneuten Nicht-Berücksichtigung den Kopf nicht in den Sand stecken, wie er gegenüber Bild durchblicken ließ: "Wenn es so kommen würde, wäre es natürlich eine Enttäuschung. Aber da geht es nicht speziell um Nürnberg. [...] Ich mache einfach weiter und stecke den Kopf nicht in den Sand.“


Die große Konkurrenz im Kader der Bremer sieht er ebenfalls nicht unbedingt als gefährlich an, sondern eher als Chance, seine eigene Entwicklung voranzutreiben. Gegenüber Deichstube gab er zu, dass er nicht unbedingt mit so vielen starken Neuzugängen gerechnet hatte, aber dennoch das beste aus der Situation machen möchte. "Fakt ist aber auch, dass man an der Seite von Kollegen und Konkurrenten, die schon Champions-League-Erfahrung gesammelt haben, wachsen kann,"​ sagte Möhwald, der in den kommenden Wochen wieder voll angreifen will. 

​Ob er die Gelegenheit bereits gegen Nürnberg erhält, muss letzten Endes Trainer Kohfeldt entscheiden, der sicher gut daran täte seinem Schützling eine Chance zu geben, um endlich seinen Rhythmus finden zu können.