Der​ 1. FC Köln grüßt in der 2. Bundesliga derzeit von der Spitze. Der Einzug in die zweite DFP-Pokalrunde war mit einem 9:1-Sieg gegen BFC Dynamo kein Problem. Dennoch hat Coach Markus Anfang Verbesserungsbedarf bei seiner Mannschaft entdeckt.


Obwohl es im Bundesliga-Unterhaus prächtig läuft, hat Kölns Trainer Markus Anfang nach dem 1:1 im Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden Teile der Mannschaft kritisiert. Bis zur 70. Minute blieb seine Mannschaft ohne Torchance. Wiesbaden hätte höher führen müssen als 1:0, doch der hessische Gegner nutzte seine Möglichkeiten nicht. Vor allem die erste Halbzeit verstimmte Anfang. "Es hat in der ersten Halbzeit nicht funktioniert, weil sich zwei, drei Spieler nicht daran gehalten haben", sagte der neue Trainer (via Geissblog.Koeln) und meinte damit die taktische Disziplin mancher Akteure. 


Guirassy belebt das Spiel


Erst in der 83. Minute erzielte Jhon Cordoba den Ausgleichstreffer. Doch Lob für den Kolumbianer hatte er nicht übrig: "Ein Spieler kann am Ende acht Tore schießen, wenn es aber im Gesamtgefüge nicht geklappt hat, muss ich darauf achten." Ob Anfang mit jenen Worten indirekt Cordoba kritisieren wollte, blieb offen. Ab der Einwechslung von Serhou Guirassy in der 57. Minute entwickelte Köln allmählich mehr Offensivkraft. In der 70. Minute scheiterte der französische Joker, der schon gegen St. Pauli getroffen hatte, per Freistoß an der Latte. 


Immerhin stimmte die Schlussphase den Trainer ein wenig versöhnlich. "Da haben wir besser gespielt", lobte Anfang. Sorgen bereitet aber weiterhin die Kölner Konteranfälligkeit. Laut Anfang habe man "viele Konter zugelassen". Schon im letzten Pflichtspiel beim 5:3-Erfolg gegen St. Pauli stand die Defensive häufig neben sich. Nach der Länderspielpause empfangen die Domstädter den SC Paderborn.