Thiago weiß nicht in jedem Spiel vollauf zu überzeugen. In der Mittelfeldzentrale fühlt sich der grazile Spanier am wohlsten. Dort füllt er am liebsten den defensiven Part auf der Sechs aus.


Als Thiago im Sommer 2013 zum ​FC Bayern wechselte, setzte sich vor allen Dingen einer der Verantwortlichen für seine Verpflichtung ein. Der damalige Trainer Pep Guardiola sagte: „Ich will diesen Spieler. Er kann spielen, drei, vier, fünf Positionen. Nicht nur auf der Zehn, auch auf der Sechs, der Acht, der Elf und der Sieben.“


Dass der spanische Nationalspieler die Polyvalenz wie nur wenige beherrscht, ist seit Langem bekannt. Am liebsten spielt Thiago jedoch in der Zentrale, der Mitte des Spielfelds, wo sich das Gros an Aktionen abspielt. Ebenjene Position bekleidete der 27-Jährige im vergangenen Spiel beim VfB Stuttgart (0:3) – in defensiver Ausrichtung.

VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Thiago spielt seit 2013 für den FC Bayern


Es kam etwas überraschend, Thiago auf der alleinigen Sechs zu sehen, schließlich stand mit Javi Martínez ein weiterer klassischer Sechser zur Verfügung. Nach dem Sebastian Rudy ​(wechselte zu Schalke 04) bleiben dem FC Bayern somit nur noch zwei ernstzunehmende Optionen im defensiv-zentralen Mittelfeld.


Wohlfühloase Mittelfeld


„Wenn ich Torwart spielen soll, dann spiele ich im Tor. Ich fühle mich auf allen Positionen im Mittelfeld sehr wohl. Aber die Sechser-Position ist eine großartige für mich“, wird Thiago vom kicker zitiert. Fakt ist: Der Spanier bringt alle Anlagen mit, um auf der Sechs den Taktstock schwingen zu können.


Für Niko Kovac gibt es aber druchaus eine weiter Option: Corentin Tolisso. „Auf der alleinigen Sechs sehe ich auch noch ein, zwei andere Spieler. Thiago kann das zum Beispiel spielen, ich denke, Tolisso auch. Das ist mein Gefühl“, erklärt der Trainer des FC Bayern. ​Tolisso braucht nach der kräftezehrenden Weltmeisterschaft aber noch etwas Zeit, um wieder an seinen alten Leistungspegel ranzukommen.