MUNICH, GERMANY - SEPTEMBER 04: Leroy Sane of Germany speak with Head coach Joachim Loew of Germany during a team Germany training session at Bayern Muenchen Campus on September 4, 2018 in Munich, Germany. (Photo by TF-Images/TF-Images via Getty Images)

Prüfstein gegen Frankreich: Die potentiell beste Aufstellung des DFB-Teams

Die neue UEFA Nations League beginnt für die deutsche Nationalmannschaft mit dem Spiel gegen Weltmeister Frankreich am Donnerstag gleich mit einem echten Prüfstein. Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus hat Bundestrainer Joachim Löw an einigen wenigen Stellschrauben gedreht und auch ein paar neue Gesichter ins DFB-Team geholt. Gegen den frisch gebackenen Weltmeister will der Titelträger von 2014 nun zeigen, dass man trotz des schwachen Auftretens in Russland noch immer zur Weltelite gehört. 


So könnte Deutschland spielen:



1. Manuel Neuer

Im Tor wird gegen den Weltmeister wie gewohnt Stammkeeper und Mannschaftskapitän Manuel Neuer stehen. Der 32-Jährige genießt nach wie vor das uneingeschränkte Vertrauen von Bundestrainer Löw und hat die Nase vorn gegenüber Marc-André ter Stegen, der sich beim FC Barcelona unumstritten zu einem Weltklassetorhüter und somit einer herausragenden Nummer zwei entwickelt hat. In der aktuellen Konstellation spornen sich beide Schlussleute zu Höchstleistungen an - einen echten Konkurrenzkampf im DFB-Tor gibt es dennoch aber nicht. 

2. Joshua Kimmich

Hinten rechts ist Joshua Kimmich als legitimer Nachfolger von Philipp Lahm absolut gesetzt und unumstritten. Der Vereinskollege von Manuel Neuer beim FC Bayern gehört auch im DFB-Team zu den Fixpunkten und ist mit seiner Offensivstärke eine Waffe auf der rechten Seite. Auch wenn er sich defensiv hier und da noch verbessern kann, gehört er trotz seines jungen Alters schon jetzt zu den besten Außenverteidigern der Welt.

3. Mats Hummels

In der Abwehrzentrale dürfte wie beim FC Bayern München auch Mats Hummels den Ton angeben. Der Innenverteidiger gehört seit Jahren zu den besten Abwehrspielern auf dem Planeten und hat sich nach vielen Jahren bei Borussia Dortmund längst auch beim FC Bayern als Führungsspieler und Leistungsträger etabliert. 

4. Jerome Boateng

Neben Hummels könnte entweder Jerome Boateng oder Niklas Süle zum Einsatz kommen. In jedem Fall wird einer der beiden Bayern-Stars wie auch im Verein neben Hummels beginnen. Vor allem Süle hat sich nach seinem Wechsel von der TSG 1899 Hoffenheim nach München noch einmal deutlich gesteigert, muss sich nicht vor seinen beiden erfahren Kollegen verstecken und gilt als künftiger Abwehrchef. Gegen den Weltmeister könnte aber dennoch zunächst das altbewährte Stammduo Hummels/Boateng den Vorzug erhalten. 

5. Nico Schulz

Auf der Linksverteidigerposition könnte mit Nico Schulz von der TSG 1899 Hoffenheim einer der insgesamt drei Debütanten gleich in der Startelf stehen und gegen den Weltmeister aus Frankreich seine Chance bekommen. Schulz genießt bei den Kraichgauern unter Coach Julian Nagelsmann ein hohes Ansehen und ist mit seinem Tempo und seiner Laufstärke eine einzunehmenden Alternative für Jonas Hector, der sich in Absprache mit Löw für die beiden Länderspiele entschuldigte. 

6. Ilkay Gündoğan

Im zentralen Mittelfeld könnte Ilkay Gündogan den defensiveren Part übernehmen und als Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Angriff fungieren. Der ehemalige Dortmunder ist nach der Erdogan-Affäre im Gegensatz zu Ex-Teamkollege Mesut Özil noch immer Bestandteil der Nationalmannschaft und dürfte gegen Frankreich wohl zunächst den Vorzug gegenüber Leon Goretzka erhalten. 

7. Toni Kroos

Den offensivere Rolle als Spielgestalter wird mit ziemlicher Sicherheit Champions-League-Sieger Toni Kroos einnehmen. Der Mittelfeld-Star von Real Madrid muss nach dem Rücktritt von Mesut Özil noch mehr Verantwortung übernehmen und zeigte sich in den letzten Wochen mit seinen deutlichen Aussagen auch gewillt, als Führungsspieler voranzugehen. 

8. Thomas Müller

Auf der rechten Seite wird trotz einer auch persönlich enttäuschenden WM wohl wieder Thomas Müller auflaufen. Der Offensiv-Allrounder gehörte in der Bundesliga zum Saisonstart zu den absoluten Leistungsträgern beim FC Bayern München und soll seine gute Form nun möglichst auch einbringen, um gegen den frisch gebackenen Weltmeister zu bestehen. 

9. Marco Reus

Nach dem Rücktritt von Mesut Özil  scheint es so, als könnte BVB-Star Marco Reus in nächster Zeit die Rolle zentral hinter der einzigen Sturmspitze im von Bundestrainer Löw weiterhin favorisierten 4-2-3-1-System einnehmen. Der gelernte Linksaußen zeigte sich auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie bereits bereit für einen Wechsel auf die Position, die er in der jüngeren Vergangenheit auch bei seinem Verein immer wieder mal bekleidete. 

10. Leroy Sané

Den dadurch freigewordenen Platz auf dem linken Flügel dürfte aller Voraussicht nach Leroy Sané von Premier-League-Meister Manchester City einnehmen. Der Ex-Schalker, der zur Überraschung vieler nicht von Bundestrainer Löw in den endgültigen WM-Kader für Russland berufen wurde, brennt auf seine Chance beim DFB und will endlich mit dem Adler auf der Brust sein zweifellos großes Potenzial zeigen. Nachdem Löw bereits ankündigte, Sané werde in Zukunft eine tragende Rolle im Team spielen, könnte das Spiel gegen Weltmeister Frankreich nun der Anfang einer vielversprechenden Nationalmannschaftskarriere sein. 

11. Timo Werner

Im Sturmzentrum führt normalerweise kein Weg an Timo Werner vorbei. Der Angreifer von RB Leipzig ist unter Bundestrainer Löw klar gesetzt und gilt ähnlich wie Sané nach wie vor als Spieler mit großem Potenzial. Nach dem er bei WM noch in Deutschlands endgültigem Aufgebot gefehlt hatte, steht mit dem erfolgreichsten Einwechselspieler der Bundesligageschichte Nils Petersen gegen die Franzosen nun auch wieder eine echte Alternative parat. Der Stürmer vom SC Freiburg könnte ebenso wie die anderen Alternativen Julian Brandt und Julian Draxler in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kommen.