Seit einigen Jahren ist Thomas Schaaf zwar nicht mehr als Trainer des ​SV Werder Bremen tätig, doch so ganz kann der 57-Jährige von seinem Jugendverein nicht loslassen, ​weshalb er in diesem Sommer als Technischer Direktor anheuerte. Dort soll er sich um die Entwicklung einer gemeinsamen Spielidee kümmern, die sich durch die wichtigsten Mannschaften der Bremer ziehen soll. Jedoch steht er auch Cheftrainer Florian Kohfeldt zur Seite, wie der 35-Jährige erzählte.


Es gäbe nun einmal Dinge, bei denen man sich den ein oder anderen Tipp benötige. "​Ich bin ja noch nicht 20 Jahre lang Bundesliga-Trainer", wird Kohfeldt bei Deichstube zitiert. Daher baut er auf die Erfahrung von Thomas Schaaf, der von 1999 bis 2013 als Trainer der ersten Mannschaft des SV Werder tätig war und neben dem Double-Erfolg im Jahr 2004 auch die DFB-Pokalsiege in den Jahren 1999 und 2009 feierte. 


Daher habe sich Kohfeldt beispielsweise auch im Zuge des Transfers von Davy Klaassen bei Schaaf gemeldet, um noch einmal eine externe Meinung einzuholen: "Da geht es um Erfahrungswerte. Ich wollte einfach die Perspektive von einem extrem erfahrenen Kollegen haben. Für mich ist es ein gutes Gefühl, dass wir so jemandem jetzt im Hause haben, den ich jederzeit anrufen kann."

SV Werder Bremen v Hannover 96 - Bundesliga

  Ein großer Befürworter der Zusammenarbeit mit Thomas Schaaf: Florian Kohfeldt



Hauptsächlich kümmert sich Schaaf um die Ausrichtung der Profis, der U23 und der U19. Alle drei Mannschaften sollen in den Punkten "Trainingsinhalte und Spielidee" näher zueinander finden, um die Eingliederung junger Nachwuchstalente in die erste Mannschaft zu erleichtern, damit diese sich auch in Zukunft in der Bundesliga behaupten können. Im Zuge dessen wurden auch sechs Akteure aus der U23 - wie beispielsweise Josh Sargent, Jannes Vollert oder Malte Karbstein - für das Testpiel gegen den FC Emmen (1:2) nominiert. "Wir haben das Spiel gemeinsam mit der U23 vorbereitet", berichtete Kohfeldt, der im engen Austausch mit U23-Trainer Sven Hübscher stehe.


Alles in allem verlaufe derzeit alles nach Plan: "Ich bin extrem zufrieden mit der Zusammenarbeit. Es ist genauso, wie wir es uns vorgestellt hatten." Diese Strukturen sollen in den kommenden Monaten und Jahren vertieft werden, um weiterhin so eng und erfolgreich arbeiten zu können - damit Werder Bremen auch künftig erfolgreich sein wird.