In dieser Saison hat sich eines für Mats Hummels geändert. Der Weltmeister von 2014 ist beim FC Bayern nicht mehr als Stammverteidiger gesetzt. Dieser Umstand könnte noch für einiges an Diskussionen sorgen. Eine Art Bonus gegenüber seinen Konkurrenten erwartet der Abwehrmann indes nicht.


Insgesamt 41 Pflichtspiele absolvierte Mats Hummels in der Vorsaison für den ​FC Bayern, in 39 Einsätzen war er Teil der Startformation des deutschen Rekordmeisters. Die Konstellation hat sich vor der Saison aber geändert. Hummels ist ob seiner starken Konkurrenz durch Jérôme Boateng und Niklas Süle nicht mehr gesetzt.


Dass dieser Umstand in der Saison zum Problem werden könnte, zeigte das ​Auftaktspiel gegen die TSG Hoffenheim (3:1). Gegen 1899 schmorte Hummels 90 Minuten auf der Bank, stapfte im Nachgang fast kommentarlos aus der Arena. „Ich finde, alle drei (Innenverteidiger; Anm. d. Red.) sind auf einem Niveau, da gibt es keine Unterschiede“, wird Trainer Niko Kovac in der Sport Bild zitiert.

VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Nicht mehr gesetzt: Mats Hummels 



Mit der von Kovac getätigten Aussage bezüglich der Stärken des Abwehr-Trios geht Hummels d'accord, und fügt an: „Ich brauche keinen Bonus.“ Über seinen Frust am ersten Spieltag sagt der Weltmeister von 2014: „Jeder sitzt einmal auf der Bank, in jedem Mannschaftsteil. Es wäre sehr überheblich den anderen beiden gegenüber, wenn ich es nicht akzeptieren würde, einmal nicht zu spielen. Denn Jérôme und Niki sind einfach sensationelle Innenverteidiger.“


Hummels offenbart insbesondere im Duell mit schnellen Gegenspieler Defizite. Ist das defensive Konstrukt der Bayern weit aufgerückt, haben Spieler wie Hummels (Topspeed: 32,5 km/h) und Boateng (33,5 km/h) große Probleme. Süle weist mit 34 km/h die maximale Sprintgeschwindigkeit der Konkurrenten auf. Im Gegenzug verfügen Hummels und Boateng aufgrund ihrer Erfahrung im Ordnen der Abwehr über eine größere Qualität.