Nuri Sahin darf bei seiner Werder-Premiere 90 Minuten ran. Den Test gegen den niederländischen Erstliga-Aufsteiger FC Emmen verlieren die Bremer unglücklich mit 1:2. Trainer Florian Kohfeldt ist im Anschluss von der Leistung seines Neuzuganges angetan.


Der ​SV Werder Bremen hat die Länderspielpause genutzt und am Dienstagabend ein Testspiel gegen den niederländischen Eredivisie-Aufsteiger FC Emmen absolviert. Für Werder-Coach Florian Kohfeldt war die Partie die Gelegenheit, Last-Minute-Transferüberraschung Nuri Sahin seine ersten Minuten im grün-weißen Dress zu geben.


Der langjährige ​BVB-Profi war ​am Deadline Day für rund eine Million Euro an die Weser gewechselt und soll das Bremer Mittelfeld mit seiner Erfahrung und Klasse weiter verstärken. Gegen Emmen lief Sahin dann auch in der Zentrale von Beginn an auf.


Kohfeldt hatte vor der Partie schon verraten, dass Sahin "mindestens 60 Minuten" spielen soll, um sich so an die neuen Kollegen zu gewöhnen und wichtige Spielpraxis zu bekommen.

Am Ende blieb Sahin 90 Minuten auf dem Platz. Wirklich auffällig agierte der 52-fache türkische Nationalspieler nicht, Kohfeldt sah allerdings ein gelungenes Debüt: Er hat eine Großchance eingeleitet und Passwege zugestellt. Es war ein überzeugender Auftritt", so der Werder-Coach.

Dennoch musste Sahin mit seinem neuen Team in seinem ersten Spiel auch gleich die erste Pleite hinnehmen. Emmen schlug Werder mit 2:1.

Und das, obwohl die Bremer gerade im ersten Durchgang klar domierend waren, die vielen Chancen aber nicht im holländischen Gehäuse unterbrachten. Emmens Alexander Bannink stellte nach 28 Minuten den Spielverlauf allerdings auf den Kopf und schob freistehend vor Luca Plogmann zur Führung ein.


Noch vor dem Seitenwechsel konnte Rekordeinkauf Davy Klaassen das Spiel ausgleichen. In der 40. Minute traf der 25-Jährige gegen seine Landsleute. Josh Sargant hatte zuvor eine Kruse-Flanke abgelegt.

Nach der Pause verflachte die Partie ein wenig, Werder hatte nicht mehr ganz so viele zwingende Tormöglichkeiten. So war es am Ende der FC Emmen, dem der Siegtreffer vergönnt war: Reuven Niemeijer profitierte fünf Minuten nach der Halbzeit von der schläfrigen Werder-Hintermannschaft und schob frei vor dem neu im Tor stehenden Jaroslav Drobny zum 2:1-Endstand ein.