Der Streit zwischen dem dänischen Verband und den Spielern ist eskaliert. Die kommenden Partien gegen die Slowakei und Wales finden wohl ohne die Stars um Christian Eriksen, Thomas Delaney und Yussuf Poulsen statt. Während der Verband hart bleibt, hofft Eriksen auf eine kurzfristige Einigung.


​Tottenham-Star Christian Eriksen hat sich mit einem Appell zum ​Konflikt zwischen dem dänischen Fußballverband (DBU) und der Spielergewerkschaft gemeldet. Der Streit um eine neue Abmachung hinsichtlich individueller Werbeverträge war zwischen den Partien eskaliert und führte schließlich dazu, dass die DBU den Spielern per Mail mitteilte, in den kommenden beiden Partien auf sie zu verzichten.


Dänemark trifft in der Länderspielpause zunächst in einem Test auf die Slowakei, ehe der Auftakt zur neuen Nations League gegen Wales folgt. Die dänischen Stars um Eriksen, ​Dortmunds Thomas Delaney oder ​Leipzigs Yussuf Poulsen weilen derzeit allerdings nicht etwa zur Vorbereitung beim Nationalteam, sondern müssen tatenlos zu Hause sitzen.


Die Spielergewerkschaft hatte angeboten, den alten Deal um einen Monat zu verlängern, um danach mehr Zeit für eine neue Abmachung zu haben. Die DBU wollte darauf aber nicht eingehen und reagierte mit der drastischen Maßnahme der Ausladung aller Spieler. Möglicherweise könnte Dänemark gegen die Slowakei und Wales gar mit Futsal-Spielern antreten, falls es bis dahin nicht zu einer Einigung kommt.


Eriksen hofft auf kurzfristige Einigung


Eriksen will das unbedingt verhindern - "nicht wegen des Geldes", wie er von FourFourTwo zitiert wird, sondern weil "wir es lieben für Dänemark zu spielen", versichert der 26-Jährige. "Wir könnten alle daheim sein, bei unseren Klubs, die unser Gehalt bezahlen - zu Hause bei unseren Frauen und Kindern. Es gibt nur einen Grund, warum wir hier sind und der ist nicht das Geld", legt er nach. 


"Wir wollen den Konflikt jetzt lösen und die Gräben nicht tiefer werden lassen", erklärte Eriksen in einem Statement auf der Webseite der Spielergewerkschaft. "Lasst uns den neuen Deal um einen Monat verlängern. Dann können wir uns auf die Spiele diese Woche vorbereiten und haben danach mehr Zeit über eine neue Vereinbarung zu verhandeln", appellierte der Spurs-Star an den Verband.


DBU-Sprecher Jakob Hoyer sieht die Sache ein wenig anders - und lässt kaum Hoffnung auf eine Einigung noch vor den Partien gegen die Slowakei und Wales. "Wir wollen nicht so kurz vor den Länderspielen verhandeln. Das ist, was 2015 passiert ist und zu einer historisch schlechten Vereinbarung geführt hat, die so viele Probleme verursacht hat."


Klingt, als blieben die Fronten weiter verhärtet und, als ob der dänische Fußball weiter im Chaos versinkt.