Als wäre die Niederlage gegen die Berliner Hertha daheim nicht schon schlimm genug für den ​FC Schalke 04, flog kurz vor Ende der Partie auch noch Yevhen Konoplyanka nach einer Notbremse mit der Roten Karte vom Feld. Nun steht das Strafmaß für den Angreifer fest.


Es war schon sehr ernüchternd, was die Knappen da am ​Sonntagabend gegen Hertha BSC auf den Platz brachten. Dabei sahen die Statistiken S04 als haushohen Favoriten vor dem Aufeinandertreffen. Schließlich lag der letzte Berliner Sieg im Revier schon 14 Jahre zurück, im November 2004 konnte man sich mit 3:1 in Gelsenkirchen durchsetzen.


Seither hagelte es aber in elf Begegnungen zehn Niederlagen bei einem einzigen Berliner Treffer. Kein Grund also für die Königsblauen, nervös zu werden. Allerdings ließ man es wohl eine Spur zu locker angehen, denn die Hauptstädter erwischten den Gegner auf dem völlig falschen Fuß, der vor allem in der zweiten Halbzeit lange Zeit trotz eines Rückstandes nichts zustande brachte.

Die „Krönung“ war quasi der Sololauf des jungen Dennis Jastrzembski, der bei einem Konter der gesamten Schalker Mannschaft davonlaufen konnte und lediglich von Yevhen Konoplyanka verfolgt wurde. Der Ukrainer rempelte den enteilenden Stürmer noch vor der Strafraumkante, Schiedsrichter Sascha Stegemann blieb dennoch nichts anderes übrig, als die Rote Karte zu zeigen.


Inzwischen wurde auch das Strafmaß für den Schalker Angreifer festgelegt. Konoplyanka ist glimpflich davongekommen und muss lediglich die Partie in Mönchengladbach in knapp zwei Wochen von der Tribüne aus verfolgen. Nach dem Spiel darf er wieder auf dem Platz stehen und seinen Kollegen helfen, den Saisonstart zu reparieren.