​Nach zwei Bundesliga-Spieltagen steht die erste Länderspielpause auf dem Programm. Die deutsche Nationalmannschaft ist in den nächsten Tagen gegen Weltmeister Frankreich (in München) und Peru (in Sinsheim) gefordert. Nach dem historischen WM-Debakel fordert Bayern-Star Thomas Müller Wiedergutmachung.


Wer nach dem peinlichen Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in Russland einen radikalen Umbruch im DFB-Team erwartet hatte, wurde in der vergangenen Woche bitter enttäuscht. Bundestrainer Joachim Löw, der sich bei seiner WM-Analyse sehr selbstkritisch gezeigt hatte, nahm ​nur wenige Veränderungen an seinem Kader vor und verzichtet bei den anstehenden Länderspielen unter anderem auf Sami Khedira und Sebastian Rudy. 


Müller zollte dem Bundestrainer für seine Art und Weise, wie er die Analyse "durchgezogen" hat, Respekt. "Den Erwartungen wird man nie gerecht, egal was sie sagen", wird der Bayern-Profi vom SID zitiert. "Jetzt wird sich zeigen, ob wir den Weg in die Zukunft mit guten Ergebnissen gestalten können, damit alles wieder positiver wird", betonte der 28-Jährige. 

Nach dem peinlichen WM-Aus soll am Donnerstag gegen Frankreich der Schalter wieder umgelegt werden. "Wir wollen Wiedergutmachung", stellte Müller klar. "Wenn wir gewinnen, ist es ein Riesenschritt in die Richtung, die große Niederlage vom Sommer auszuwetzen. Wenn nicht, und das ist keine Laufkundschaft, wird es weitergehen", führte der Angreifer weiter aus. 


Nach dem souveränen 3:0-Erfolg der ​Bayern gegen den ​VfB Stuttgart erklärte der 92-fache Nationalspieler zudem, dass er nach dem historischen WM-Debakel umso motivierter sei. "Wenn du große Niederlagen einstecken musst, ist das eine größere Motivation, als bei großen Siegen", wird Müller von der tz zitiert. "Irgendwann wollen wir das Thema aber auch mal abhaken", so der 28-Jährige.