Der ​FC Bayern scheint zu Saisonbeginn von Harmonie umgeben zu sein. Die erfahrene Flügelzange um Franck Ribéry und Arjen Robben muss sich jedoch mit dem Umstand begnügen, nicht mehr über die vollen 90 Minuten auf dem Rasen zu stehen. Ein Faktor, der laut Letztgenanntem eine Herausforderung für das Gesamtgefüge darstellen wird.


Es läuft beim FC Bayern – diesen Eindruck erweckt die Mannschaft von Niko Kovac zumindest nach außen. Beim ungefährdeten 3:0 über den VfB Stuttgart zeigte sich vor allem die Münchner Offensive brillierend, offenbarte gefällige Kombinationen fast über die gesamte Spielzeit.


Mitglied dieses Arsenals waren unter anderem die beiden „Oldies“ Franck Ribéry (35) und Arjen Robben (34), die jeweils von Beginn an auf dem Feld vertreten waren. Das Duo wurde rund eine Viertelstunde vor Spielschluss durch Serge Gnabry, respektive James Rodríguez ersetzt. ​Es wird im Saisonverlauf noch häufiger vorkommen, dass „Robbery“ nicht über 90 Minuten auf dem Feld steht.

VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Arjen Robben stand in Stuttgart in der Startelf


Ein Umstand, der für Probleme sorgen könnte? Auf die Frage des kicker, ob beide enttäuscht über ihre Auswechslung in Stuttgart gewesen seien, gibt Robben zum Besten: „Das hat man doch gesehen, es ist alles okay. Auch mit mir und dem Trainer ist alles okay.“ In Stuttgart hatte der FC Bayern 18 Spieler im Kader und weitere daheim, „sie alle können spielen und meinen, dass sie spielen müssen“, meint Robben. Diese Einstellung sei „super, die brauchen wir“.


Robben ist im Zuge der zu treffenden Entscheidungen von Trainer Kovac aber auch klar, dass es „immer wieder Enttäuschungen“ geben werde. „Die Entscheidung des Trainers muss man nicht akzeptieren, man darf ruhig nicht einverstanden sein, aber man muss sie respektieren.“ Robben weiß um die Schwere dieser Aufgabe, fügt an: „Das wird nicht einfach, aber wir müssen da zusammenhalten.“ Der weitere Saisonverlauf wird zeigen, ob sich das Münchner Innenklima verändern wird.