Der FC Liverpool hat in diesem Sommer mit Alisson Becker einen neuen Rekordtorwart vorgestellt. Bislang blieb der Brasilianer den hohen Erwartungen noch schuldig und bestätigte seine Kritiker mit einem schlimmen Patzer gegen Leicester City. Jürgen Klopp sah den Fehler kommen, will Alissons Torwartspiel mit dem Ball aber weiter vorantreiben.


Dass Alisson Becker mit dem Ball am Fuß nicht der Beste ist, ist ein offenes Geheimnis. Sein neuer Cheftrainer Jürgen Klopp fordert allerdings, dass er als Torwart mitspielt. In den vergangenen Wochen deutete sich bereits an, dass dieses Vorhaben problematisch werden würde. Und gegen Leicester City gab es die Konsequenz: Alisson verzockte sich und verschuldete ein Gegentor gegen die "Foxes".


"Es war klar, dass es eines Tages passieren würde, dass wir deswegen ein Tor kassieren würde", wird Klopp auf der ​Homepage des FC Liverpool zitiert. "Aber wir wollen weiter damit arbeiten", schob der ehemalige BVB-Trainer nach. Alissons Spiel mit dem Ball muss und soll sich verbessern; auch wenn das weitere Gegentore bedeutet. "Er sollte keine Lösung sein, sondern eine Option", machte Jürgen Klopp noch deutlich, dass Alisson nur in den richtigen Momenten ins Spiel mit dem Ball eingebunden werden soll.


"Kein Torwart sollte in dieser Situation dribbeln"


"Ich bin wütend, dass ich einen Fehler gemacht habe, der das Team in eine schwierige Situation gebracht hat", ​gab sich der Brasilianer nach der Partie selbstkritisch. Aus seinem Fehler will er nun lernen. "Ich werde nicht so dumm sein und den gleichen Fehler nochmal machen. Es ist Teil meines Spiels, aber ich werde nicht so arrogant sein, mich hierhin zu stellen und zu sagen, dass ich so weiter mache." Zumindest blieb sein Aussetzer gegen Leicester ohne schwerwiegende Folgen:​ Liverpool gewann die Partie mit 2:1.

Alissons Probleme mit dem Ball könnten sich zu einem ernsthaften Problem für Jürgen Klopp und den FC Liverpool entwickeln. Ein mitspielender Torwart ist mittlerweile Gang und Gebe und von Rekordtorwart Alisson wird erwartet, dass er künftig eine Anspielstation für die Verteidiger bleiben kann. Jürgen Klopp sieht das Problem allerdings weniger in den fehlenden Fähigkeiten seines Torwarts, sondern in der Verkettung von Fehlentscheidungen. "Kein Torwart sollte in dieser Situation dribbeln", erklärte Klopp entschieden. Und damit sollte das Thema auch vorerst vom Tisch sein.